Yamaha: Auf Kohta Nozane ruhen sämtliche Hoffnungen

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
In den letzten zehn Jahren scheiterten alle Japaner in der Superbike-WM. Der 25-jährige Kohta Nozane hofft nach seinem Debüt auf der WM-Maschine von Yamaha, dass er es besser hinbekommt.

Seit Noriyuki Hagas letzter voller SBK-Saison 2011 sahen wir keinen starken Japaner mehr in dieser Weltmeisterschaft. Am heutigen Dienstag absolviert Kohta Nozane auf dem Circuito do Jerez seine ersten Runden auf der Yamaha R1 des Giansanti-Teams.

Der seit 29. Oktober 25-Jährige konnte 2012 und 2013 mit Gasteinsätzen in der Moto2-Klasse erste WM-Erfahrungen sammeln. Dazu durfte er 2017 als Ersatz für Jonas Folger für Tech3 Yamaha das MotoGP-Rennen in Motegi bestreiten und zeigte beachtliche Trainingsleistungen. Außerdem arbeitete Nozane für Yamaha als MotoGP-Testfahrer und bestritt für YART Rennen in der Endurance-WM.

SPEEDWEEK.com traf sich mit Nozane in Jerez zum Interview, der 2020 ungeschlagen Japanischer Superbike-Champion wurde.

Kohta, wann wurde dir bewusst, dass es eine Chance für dich gibt, es aus der Japanischen Meisterschaft in die Superbike-WM zu schaffen?

Das war vor zwei oder drei Jahren. Ich wollte aber zuerst Japanischer Meister werden, und das gelang mir erst dieses Jahr.

Wirst du nächste Saison zwischen Europa und Japan pendeln oder dich in Europa niederlassen?

Das habe ich noch nicht entschieden. Ich denke darüber nach, mich in Europa vorzubereiten und dort zu wohnen.

Was ist der größte Unterschied zwischen deiner Yamaha in Japan und der WM-Maschine?

Die Reifen. Ich muss meinen Fahrstil ändern, weil die Bridgestone-Reifen, die ich gewöhnt bin, viel steifer sind. Außerdem sind die Pirelli-Reifen weicher, daran muss man sich erst gewöhnen.

Seit Noriyuki Haga gab es keinen Weltklasse-Japaner in der Superbike-WM, Hiroshi Aoyama, Takumi Takahashi und Kyonari sind gescheitert. Erwartest du ähnliche Probleme?

Natürlich habe ich mir darüber Sorgen gemacht, weil ich das Motorrad, das Team und die Rennstrecken nicht kenne. Dann fuhr ich aber am Dienstagmorgen die ersten Runden mit diesem Bike. Jetzt habe ich eine gewisse Zuversicht, dass ich es schon bald besser machen kann.

Wie ist es möglich, dass einige Japaner in Suzuka mit den Besten der Welt mithalten können, in der Superbike-WM aber scheitern?

Ich muss wieder auf die Reifen zurückkommen. Die Pirelli in der Superbike-WM sind etwas gänzlich anderes, für sie den richtigen Fahrstil zu finden, ist das Schwierigste. Deshalb straucheln so viele Japaner.

Hast du eine spezielle Beziehung zu Yamaha, bist du so etwas wie ihr Liebkind?

Yamaha hat sich immer um mich gekümmert, auch GRT hat mich gleich willkommen geheißen. Ich weiß meine Beziehung zu Yamaha sehr zu schätzen.

Wie sprichst du mit deinen italienischen Technikern?

Ich lerne englisch und werde auch italienisch versuchen. Englisch verstehe ich, nur wenn ich etwas erklären möchte, tue ich mir schwer. Ich werde mich aber Schritt für Schritt verbessern, das ist nur eine Frage der Zeit. Ich kann mich mit meiner Crew unterhalten.

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