Bautista, Rinaldi & Petrucci: Ducatis Pläne für 2023
Die Verträge der Ducati-Werksfahrer Alvaro Bautista und Michael Rinaldi enden nach der Superbike-WM 2022, für nächstes Jahr muss neu verhandelt werden. Auch Danilo Petrucci spielt in den Überlegungen eine Rolle.
Bei der Superbike-WM in Misano war das gesamte sportliche Top-Management von Ducati vor Ort: von General Manager Ducati Corse Gigi Dall’Igna über Sportdirektor Paolo Ciabatti bis zu MotoGP-Teammanager Davide Tardozzi, übrigens bis heute der erfolgreichste SBK-Teammanager. Auch Geschäftsführer Claudio Domenicali feierte ausgelassen die jeweils zwei Siege und zwei dritten Plätze von Alvaro Bautista und Michael Rinaldi.
"Der Plan ist, mit Alvaro weiterzumachen", verriet Paolo Ciabatti im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Und wir wollen etwas mehr von Michael sehen, er fährt jetzt schon einige Jahre für uns. Offensichtlich erwarten wir, dass beide Fahrer in der Lage sind, um den Titel zu kämpfen. Vielleicht denken einige Leute, dass es reicht einen Fahrer zu haben, der die Meisterschaft gewinnt. Und einen, der sich gut schlägt. Sogar wenn du dir Kawasaki und Yamaha anschaust, sieht das so aus. Also müssen wir nur schauen, dass Michael in jedem Rennen um Podestplätze kämpfen kann. In Misano schlug er sich gut, aber wir erwarten mehr Konstanz von ihm."
"Beide Fahrer sind optimistisch, dass es eine Möglichkeit gibt, mit uns weiterzumachen", ergänzte der Ducati-Manager. "Mit Alvaro reden wir bereits über die Vertragsverlängerung. Michael weiß, dass er nur zeigen muss, dass er konstant um Spitzenpositionen kämpfen kann. Ich mache auch kein Geheimnis daraus, dass es einen weiteren Fahrer gibt, der eng mit Ducati verbunden ist und jetzt in Amerika Rennen fährt – Petrucci. Wenn er sich gut schlagen kann und MotoAmerica gewinnt, wäre ein nächster Schritt, für ihn einen Platz in der Superbike-WM zu finden. Ob das im Werksteam sein wird oder woanders, lässt sich jetzt noch nicht sagen, dafür ist es zu früh. Wir beziehen ihn in unsere Überlegungen für 2023 mit ein."
Sollte Petrucci (31), nach acht Rennen mit drei Siegen und sechs Podestplätzen Führender in MotoAmerica, nicht im Aruba-Werksteam unterkommen, gäbe es noch drei weitere Ducati-Teams. Doch bei Go Eleven hat Philipp Öttl einen Zwei-Jahres-Vertrag, er ist auch für nächstes Jahr gesetzt. Außerdem zeigt der Rookie aus Bayern ansprechende Leistungen. Noch stärker ist Axel Bassani bei Motocorsa Ducati, der die Wertung der Privatfahrer anführt.
Weit hinter den Erwartungen bleibt hingegen der 20-jährige Luca Bernardi im Team Spark Barni Ducati, der erst 15 Punkte geholt hat und WM-16. ist. Der Italiener fuhr 2021 zusammen mit Öttl in der Supersport-WM, konnte in 14 Rennen fünfmal aufs Podium fahren und war elfmal in den Top-7.
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