Toprak Razgatlioglu: Ist der Fluch jetzt gebrochen?
Acht Monate lang war Superbike-Weltmeister Toprak Razgatlioglu aus dem Yamaha-Werksteam sieglos. Diese Serie beendete er in Misano – und hofft darauf, dass es in Donington Park so weitergeht.
Seit Argentinien im Oktober 2021 musste Toprak Razgatlioglu auf einen Sieg in der Superbike-WM warten; wie in San Juan gewann der Weltmeister Mitte Juni in Misano das Superpole-Race über nur zehn Runden.
In zehn von zwölf Rennen in dieser Saison stand Toprak auf dem Podium, doch gewonnen hat der 19-fache Laufsieger erst einmal. Von den restlichen elf Siegen heimste sechs Alvaro Bautista (Ducati) ein, die anderen fünf Rekordchampion Jonathan Rea (Kawasaki).
In einigen Rennen fehlte es Razgatlioglu mit seiner Yamaha R1 an Speed; öfter vermisste er aber das Glück.
In Assen hatte er das Zeug zum Sieg, doch im zweiten Hauptrennen kam es zu einer Kollision zwischen dem Türken und Rea – beide landeten im Kiesbett.
In Estoril hätte Toprak zweimal gewinnen können. Aber im ersten Rennen am Samstag wurde er aus der letzten Kurve heraus von Alvaro Bautista (Ducati) überrumpelt und unterlag um 0,126 sec. Und im Sprintrennen am Sonntagvormittag wäre Razgatlioglu beinahe in der letzten Runde in Führung liegend gestürzt. Nur dank eines
Im ersten Hauptrennen auf dem Misano World Circuit
Nach zwölf von 36 Rennen liegt der Champion deshalb vor dem Event in Donington Park am kommenden Wochenende bereits bedenkliche 79 Punkte hinter WM-Leader Bautista.
Unvergessen ist Razgatlioglus Leistung in England im Vorjahr. Damals preschte er bei Mischverhältnissen innerhalb einer Runde vom 13. Startplatz auf Position 2. Den Lauf gewann er, ebenso wie das zweite Hauptrennen. Damit übernahm Toprak erstmals die WM-Führung und legte den Grundstein für den späteren Titelgewinn.
"Ich schaue nicht mehr auf die Gesamtwertung, sondern gehe es Rennen für Rennen an", bemerkte der 25-Jährige. "In Misano ist uns am Sonntag ein großer Fortschritt mit dem Motorrad gelungen und ich habe das Superpole-Race sehr genossen. Der erste Saisonsieg war gut – aber ich will mehr! Jetzt kann ich wieder so fahren, wie es meinem natürlichen Stil entspricht. Ich liebe Donington, die Strecke gehört zu meinen Favoriten. Sie hat harte Bremspunkte und einen schnellen, fließenden Teil."
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