Jonathan Rea besiegt: «Kawasaki-Potenzial ist höher»
Nach der überragenden Superpole galt Jonathan Rea als der Favorit auf den Sieg im ersten Lauf der Superbike-WM 2022 in Most. Am Ende schaffte es der Kawasaki-Star aber nicht einmal aufs Podium.
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Als einziger Superbike-Pilot knackte Jonathan Rea in der Superpole in 1:30,947 min eine Zeit unter 1:31 min, dem zweitplatzierten Toprak Razgatlioglu (Yamaha) brummte der Kawasaki-Star über 0,3 sec auf. Eine Machtdemonstration des Rekordweltmeisters.
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Im über 22 Runden angesetzten ersten Rennen mischte Rea zwar wie gewohnt vorn mit, doch nach Lauf 2 in Misano wurde der 117-fache Laufsieger bereits zum zweiten Mal in der Superbike-WM 2022 auf der Strecke von drei Piloten besiegt: Ducati-Star Álvaro Bautista baute seine WM-Führung mit dem fünften Saisonsieg auf 29 Punkte aus, Zweiter wurde Razgatlioglu und als Dritter fuhr sensationell BMW-Aushängeschild Scott Redding auf das Podest. Für Rea blieb wie in Misano der vierte Platz.
"Meine Pace und mein Speed war gut, aber ich war nicht mehr schnell genug am Ende", musste Rea einer kleinen Journalistenrunde eingestehen. "Ich hatte etwas Probleme mit der Bremse, deshalb konnte ich mein Bike nicht optimal verzögern und es nicht mehr in die beste Position bringen, weil ich nicht genug Bremsdruck hatte. Im Positionskampf machte ich mir Sorgen, dass ich vielleicht deswegen einen Kollegen ramme, weil ich mein Bike nicht rechtzeitig abbremsen kann. Insgesamt spiegelt der vierte Platz aber nicht unser wahres Potenzial wider, was wir in Most haben. Wir sind konkurrenzfähig, haben es aber leider nicht aufs Podium geschafft, allerdings nur 2 sec hinter dem Sieger."
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Rea führte den ersten Lauf zwischen Runde 6 und 9 an, bei einsetzendem Regen drehte Bautista und fuhr einen souveränen Sieg ein. Von Platz 2 musste sich der Nordire in Runde 16 verabschieden, als er von Redding überholt wurde. Drei Runden vor dem Ende ging dann auch Razgatlioglu am 35-Jährigen vorbei.
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"Das hat etwas Gutes und etwas Schlechtes, wenn man von einem vierten Platz enttäuscht ist. Heute ist es aber die Realität", grübelte der Kawasaki-Pilot. "Álvaro war gegen Rennende noch unglaublich schnell unterwegs, als er bei noch drei Runden seine persönlich beste Runde fuhr. Ich kann ihm und Ducati nur gratulieren. Als er mich auf der Geraden überholte, war er so viel schneller. Es ist schon etwas frustrierend, wenn man in 21 Kurven alles gibt, um auf der Geraden alles zu verlieren. Aber so ist es."
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