Sieger Álvaro Bautista (Ducati) dachte nur an Vollgas
Mit dem Sieg im zweiten Superbike-Lauf in Argentinien machte Ducati-Star Álvaro Bautista einen weiteren Schritt in Richtung Titelgewinn. Das sagte der Spanier sowie Toprak Razgatlioglu und Jonathan Rea nach dem Rennen.
Bei Ducati in Borgo Panigale können sie nach dem Meeting der Superbike-WM 2022 in San Juan den Sekt kalt stellen, denn mit zwei Siegen und Platz 2 im Superpole-Race wird der Gewinn der Meisterschaft durch Álvaro Bautista immer wahrscheinlicher. Der 37-Jährige führt zwei Meetings vor Saisonende um 82 Punkte vor Toprak Razgatlioglu (Yamaha) und sogar 98 Punkte vor Jonathan Rea (Kawasaki); maximal 124 Punkte sind in Indonesien und Australien noch zu gewinnen.
Das zehnte Rennwochenende war aber auch für den WM-Leader ein hartes Stück Arbeit, vor allem das zweite Rennen.
"Es war anstrengend und sehr heiß", stöhnte Bautista. "Der Asphalt war sehr rutschig und die Bedingungen schwieriger als am Samstag. Mein Start war gut, obwohl ich ein paar Positionen verloren habe. Ich blieb ruhig, um die Streckenverhältnisse zu verstehen und einschätzen zu können, wie stark ich pushen kann. Als ich vorn war – und das könnt ihr mir glauben – gab ich alles. Ich dachte nicht an Punkte oder die Meisterschaft, sondern habe nur Gas gegeben. Toprak war ausgezeichnet unterwegs, ihn zu schlagen war nicht einfach. Auch Jonathan hatte im Superpole-Race eine unglaubliche Pace, ich denke, ohne den Fehler hätte er gewonnen."
Der aktuelle Weltmeister kämpfte auf seine Yamaha R1 wie ein Löwe, um den Anschluss zu Bautista nicht zu verlieren. Auf der Ziellinie hatte Razgatlioglu dennoch einen Rückstand von 3,4 sec.
"Ein zweiter Platz, aber ich habe alles gegeben und nie aufgegeben, um den Sieg zu kämpfen", betonte der 25-Jährige. "Ich habe darauf gelauert, dass bei Álvaro die Reifen nachlassen, aber das ist nicht passiert. Sieben Minuten vor dem Start haben wir noch auf den SCX gewechselt, der am Ende zwar total zerstört war, mit dem ich mich aber besser fühlte. Danke dafür an mein Team, das war großartige Arbeit."
Für Jonathan Rea war San Juan ein weiteres Rennwochenende ohne Sieg. Der Rekordweltmeister hofft auf Verbesserungen durch sein Kawasaki-Team für die beiden letzten Saisonmeetings.
"Wir haben es aufs Podium geschafft und nehmen einige Punkte mit, damit bin ich glücklich", sagte der Nordire zerknirscht. "Das zweite Rennen frustrierte mich, denn ab der ersten Runde war der Grip nicht da, vor allem auf der rechten Flanke. Das machte unseren Job mühsam. Was ich nur tun konnte, war am Hinterrad von Alex zu bleiben, der sehr stark war. Insgesamt denke ich, dass wir das Bestmögliche aus unserem Paket herausgeholt haben. Mein Team hat jetzt einiges zu tun, bevor wir in hoffentlich besserer Form nach Indonesien reisen."
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