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Danilo Petrucci: «Erwartet, dass ich langsamer bin»
Als Sechster hatte Danilo Petrucci an seinem ersten Testtag in Jerez auf der Barni-Ducati einen tadellosen Einstand in der Superbike-WM. Die neue Panigale V4R wird er erst nächste Woche in Portimao fahren.
Superbike WM
Im Artikel erwähnt

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Natürlich erwartet man von einem Fahrer, der zwei MotoGP-Rennen gewann und zehnmal in der Königsklasse auf dem Podium stand, Spitzenleistungen in der Superbike-WM. Trotzdem ist der sechste Platz von Danilo Petrucci am ersten Testtag in Jerez viel wert. Denn der Italiener fuhr nie zuvor ein Superbike in WM-Konfiguration und er kannte die Slick-Reifen von Pirelli bisher nicht.
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Zeitweise lag Petrucci nur zwei Zehntelsekunden hinter der Spitze, letztlich beendete er den Mittwoch mit 1,193 sec Rückstand auf den einmal mehr grandiosen Toprak Razgatlioglu (Yamaha). Auf den besten Ducati-Fahrer Alvaro Bautista verlor Danilo eine knappe Sekunde. "Es lief besser als erwartet, am Morgen war ich sehr nervös", gab Petrucci beim Treffen mit SPEEDWEEK.com zu. "Letztes Jahr machte ich viele neue Erfahrungen, das ist eine weitere. Niemand erwartete von mir, dass ich bei der Rallye Dakar schnell bin, und in MotoAmerica hatte ich keine Ahnung, wo es langgeht. Jetzt habe ich mehr Druck, weil jeder auf gute Ergebnisse wartet und mir zuschaut. Ich hatte ab der ersten Runde ein gutes Motorrad, wir waren gleich in einer guten Verfassung. Natürlich fuhr ich mit einer Standardabstimmung, wir müssen erst noch ein Set-up für mich austüfteln. Mein Startpunkt war ein ähnliches Set-up, wie es Scott Redding damals verwendet hat. Wir haben einiges probiert, darunter auch verschiedene Reifen. Auf die Zeitenjagd habe ich aber verzichtet, weil das nichts gebracht hätte. Und ich war müde, ich fuhr letztmals im Oktober Motorrad. Das war eine MotoGP-Maschine mit Reihenmotor und Michelin-Reifen, also etwas ganz anderes. Ich bin glücklich – ich hatte nicht erwartet, dass ich so nahe an der Spitze dran bin. Natürlich haben wir noch viel zu tun, aber für den ersten Tag können wir zufrieden sein."
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Während die beiden Ducati-Werkspiloten Bautista und Michael Rinaldi bereits mit der diesjährigen Panigale ausrückten, fuhr Petrucci die letztjährige Maschine. "Das 2023-Bike werde ich erst beim nächsten Test in Portimão fahren", verriet der 32-Jährige. "Im Moment brauchen wir das neue Bike noch nicht, wir müssen erst das passende Set-up für mich finden. Bereits nach den ersten Runden war mir klar: Das ist ein sehr gutes Motorrad. Aber ich habe keine Ahnung, was es braucht, um die Meisterschaft zu gewinnen. Weil ich den Level der Gegner nicht kenne und das der erste Tag war."
Petrucci weiter: "Ein paar Sachen müssen wir besser hinbekommen, weil ich die Stärken des Bikes nicht so nützen kann wie Bautista – weil er 30 Kilogramm leichter ist. Deshalb bin ich in der Beschleunigung nicht der Beste. So oder so, wir müssen Lösungen finden, die für mich funktionieren. Er ist leicht, er kann das Motorrad schnell abbremsen und beschleunigen, für mich ist das alles etwas schwieriger. In die Kurven hinein bin ich gut, in der Beschleunigung verliere ich aber. Insgesamt bin ich aber nicht weit weg, ich hatte erwartet, dass ich langsamer bin. Mittwochmorgen sagte ich: 'Wenn ich es in die Top-10 schaffe, ist das in Ordnung.' Dann war ich aber beinahe die ganze Session in den Top-5 und bin entsprechend zufrieden."
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