Alvaro Bautista ärgert sich: «War ein bisschen dumm»
Zum ersten Mal in dieser Saison leistete sich Champion Alvaro Bautista (Aruba.it Ducati) einen schwerwiegenden Fehler und stürzte im zweiten Hauptrennen der Superbike-WM in Imola in Führung liegend.
Ohne Zweifel: Weltmeister Alvaro Bautista war der Schnellste im "Autodromo Enzo e Dino Ferrari", obwohl viele vor dem Wochenende gemutmaßt hatten, dass das nicht seine Strecke wäre.
Das erste Rennen am Samstag gewann der Spanier mit stattlichen 3,672 sec Vorsprung auf Toprak Razgatliglu (Yamaha),
Im zweiten Hauptrennen hatte Bautista von Grid-Position 2 den besten Start und überflügelte Toprak auf dem Weg in die erste Kurve. In der dritten Kurve fand sich der Weltmeister plötzlich im Kiesbett wieder. Es war sein zweiter Rennsturz in diesem Jahr, im Sprintrennen in Indonesien war er mit viel Pech neben der schmalen Ideallinie ausgerutscht.
"Ich kam auf die weiße Linie", schilderte Bautista den entscheidenden Moment in Imola. "Ich fahre oft über die weiße Linie, aber normal nicht in der ersten Runde. Das war mein Fehler, ich hoffe, dass ich etwas daraus lerne. Mein Start war gut und ich konnte mich in der ersten Kurve gut verteidigen. Beim Richtungswechsel zog ich dann zu weit nach innen. Ich hatte zu viel Vertrauen und stürzte."
Alvaro betont stets, dass Stürze nicht schlimm wären, solange er wisse, warum sie passiert sind. Sein Urteil gegenüber SPEEDWEEK.com: "Das ist kein Drama, aber ich war ein bisschen dumm. Der Sturz war eine Kombination aus allem. Vor dem Wochenende sah es dem Papierformat nach so aus, als würde es für uns hier schwierig werden. Am Freitag hatte ich kein so gutes Gefühl für das Motorrad, am Samstag fühlte ich mich viel besser. Ich gewann das erste Rennen und konnte auch im Superpole-Race mit Toprak um den Sieg kämpfen. Danach hatte ich vielleicht zu viel Selbstvertrauen. Manchmal ist das nicht gut. Speziell bei so heißen Bedingungen muss man sehr vorsichtig sein."
Bautista versenkte zwar potenzielle 25 Punkte im Kies, sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf den zweitplatzierten Razgatlioglu beträgt aber immer noch 70. Gewinnt ein Fahrer alle drei Rennen an einem Wochenende, sackt er 62 ein.
"Darauf sage ich das Gleiche, wie wenn ich gewinne", so Bautista. "Ich schaue nicht auf die Meisterschaft. Für mich ist der Sturz eine gute Lektion, die mir zeigt, dass ich mich als Fahrer verbessern kann. Und dass ich mit gewissen Situationen oder auch einem gesamten Wochenende anders umgehen kann. Ich versuche, nach jedem Training und jedem Rennen geistig alles auf null zu stellen. Das mache ich, um keine Erwartungen zu haben. Jetzt weiß ich wieder, dass ich nicht entspannen darf und fokussiert bleiben muss. Ich darf nicht nachdenken und auch nichts erwarten. Ich muss immer Training für Training und Rennen für Rennen angehen, es zählt nicht, was ich zuvor geleistet habe."
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