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Garrett Gerloff vom BMW-Team Bonovo action hielt beim Superbike-Meeting in Magny-Cours mit der Pole und zwei Top-5-Ergebnissen die weiß-blaue Fahne hoch. Den Rammstoß von Markenkollegen Scott Redding hat er abgehakt.
Beim neunten Meeting der Superbike-WM 2023 war Garrett Gerloff der herausragende BMW-Pilot. Am Freitag Dritter, den Gewinn der Superpole am Samstag und Platz 4 im ersten Lauf sorgte für Jubel in seinem Team Bonovo action. Der Sonntag wurde aber von einem Zwischenfall im Superpole-Race mit BMW-Kollegen Scott Redding von der britischen ROKiT-Mannschaft getrübt.
Als der US-Amerikaner und der Engländer in der ersten Runde in Kurve 8 auf dem Boden lagen, sah man in beiden BMW-Teams in fassungslose Gesichter. Der Unfallhergang wurde nicht von Kameras eingefangen. Klar war aber, dass Redding seinen BMW-Kollegen von hinten gerammt haben muss. Gerloff hütet sich vor Schuldzuweisungen.
"Ich war außen neben Johnny, verpasste Kurve 6 und nahm den Notausgang. Als ich zurück auf die Strecke kam, reihte ich mich hinter Locatelli ein – das war absolut clean. Dann kamen wir zur Kurve 8 und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich eine zu weite Linie fahren, urplötzlich und unvermittelt fand ich mich aber auf dem Boden wieder. Es ging zu schnell, dass ich etwas realisieren konnte", beschrieb der 28-Jährige seine Sicht. "Klar ist es enttäuschend, aber das sind Dinge, die passieren – ich war selbst schon in dieser Situation und kann mich nicht darüber beklagen. Es war natürlich nicht ideal, das zweite Rennen statt von vorn aus der vierten Reihe zu beginnen."
Gerloff zeigte im zweiten Hauptrennen aber eine erstaunliche Leistung. Beim zweiten Start kam der 28-Amerikaner als Elfter aus der ersten Runde und überholte bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Vorbei an Remy Gardner, seinem Bonovo-Teamkollegen Loris Baz, Honda-Werkspilot Xavi Vierge und den Ducati-Privatiers Axel Bassani und Danilo Petrucci endete seine Aufholjagd auf der starken fünften Position.
"So gut habe ich mich lange nicht mehr gefühlt", grinste Gerloff zufrieden. "Ich stresse mich nicht und schaue mir am Ende einer Session an, was dabei herauskam. Das so zu haben, fühlt sich großartig an. Am Ende liegt es daran, dass ich mich mit dem Bike immer besser fühle und auch dank der Arbeit meines Teams, die alles dafür tun, dass ich mich gut fühle. Ich finde langsam heraus, was die Stärken der BMW und von mir sind und wie wir das am besten kombinieren. Wir haben in Magny-Cours einen großen Fortschritt erzielt und ich hoffe, wir können so weitermachen."
In beiden Hauptrennen war Gerloff bester Kundenpilot und sammelte 24 WM-Punkte. In der Gesamtwertung belegt er mit 92 Zählern Platz 14, nur zwei hinter Honda-Werkspilot Iker Lecuona und 16 hinter Redding.
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