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Kawasaki erster Ducati-Verfolger: Petrucci-Crash rettete Gerloffs Rennen
Mit dritten Plätzen hatte Jonathan Rea beim Superbike-Meeting in Magny-Cours erneut das Nachsehen. Der Kawasaki-Pilot war allerdings viel zufriedener über seine Performance, als es den Anschein machte.
Magny-Cours war der Anfang der Abschiedstournee von Jonathan Rea mit dem Werksteam von Kawasaki. Bis zu seinem letzten Rennen mit der ZX-10RR will der sechsfache Weltmeister alles geben und die Superbike-WM 2023 würdig beenden, doch mit drei dritten Plätzen wurden dem 36-Jährigen einmal mehr die Grenzen aufgezeigt.
Im zweiten Rennen sah man im Duell gegen Toprak Razgatlioglu (Yamaha), dessen Motorrad er im nächsten Jahr fahren wird, allerdings einen Rea, wie zu seinen besten Zeiten. Kampfstark, aggressiv und nicht aufgebend. Seine düstere Miene auf dem Podium täuschte.
"Ich bin sogar sehr zufrieden mit dem Podium", versicherte Rea in kleiner Journalistenrunde. "Wir sind über das Wochenende mit dem Set-up in die bestmögliche Richtung gegangen. Im ersten Rennen und auch im Superpole-Race war ich recht glücklich mit meinem Bike, allerdings war es halt nur okay. Im zweiten Rennen fühlte ich mich aber von Beginn an wohl und wollte Álvaro herausfordern. Beim ersten Start kam er schlecht weg und machte viele Fehler, konnte aber dennoch ordentliche Rundenzeiten fahren. Als er beim zweiten Start besser wegkam und die Fehler ausgemerzt und freie Fahrt hatte, war er verschwunden – er war auf einem anderen Level. Das Bike ist so enorm schnell und er fährt es so hervorragend."
Der Ducati-Pilot erwischte in Magny-Cours nicht das beste Wochenende. Im ersten Rennen wurde der Weltmeister nach einem technischen Problem nur Zehnter, im Superpole-Race rammte er seinen Teamkollegen Michael Rinaldi von der Strecke und wurde Zweiter. Das zweite Hauptrennen dominierte er jedoch von der ersten bis zur letzten Runde und führte zeitweise um neun Sekunden.
"Wieder einmal konnte man sehen, dass es für Motorleistung keine Alternative gibt. In Kurven 1 und 2 konnte ich Ducati aufholen, allein auf dem Weg zu Turn 5 verliere ich aber bis zu 0,3 sec", erklärte der Kawasaki-Pilot. "Alles, was wir vorher gewonnen haben, verlieren wir an anderer Stelle. Wir benötigen mehr Leistung, auch wenn dann andere Probleme entstehen können."
Währenddessen kämpfte Rea mit Razgatlioglu um den zweiten Platz auf dem Podium. Es war ein Duell zum Zungeschnalzen, das der Nordire um 0,9 sec verlor.
"Dann ging es gegen Toprak und er kam nicht an mir vorbei. Ich dachte, vielleicht ist meine Pace doch nicht so schlecht", schilderte Rea. "In den letzten Runden hatte ich zu kämpfen, aber es hat super viel Spaß gemacht. Es zeigte mir, dass wir mit dem Bike Fortschritte übers Wochenende gemacht haben, weil Toprak in Magny-Cours extrem stark ist. Für Álvaro und Ducati reichte es jedoch nicht."
In der Gesamtwertung sicherte Rea mit nun 290 Punkten den dritten WM-Rang weiter gegen den zweiten Yamaha-Werkspiloten, Andrea Locatelli, mit 256 Punkten ab.
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