Crash-Verursacher Bautista ungestraft: Sein Urteil
Superbike-Weltmeister Alvaro Bautista bugsierte im Superpole-Race in Magny-Cours seinen Aruba-Ducati-Kollegen Michael Rinaldi ins Aus. Dass er dafür keine Strafe erhielt, hat viele Beobachter verwundert.
Noch-Ducati-Werksfahrer Michael Rinaldi zeigte in Frankreich ein starkes Wochenende. Er qualifizierte sich für den dritten Startplatz und wurde im ersten Rennen am Samstag Zweiter. Im Superpole-Race am Sonntagvormittag hatte er erneut Siegchancen, als er in der fünften Runde ausgerechnet von seinem Teamkollegen Alvaro Bautista auf Platz 2 liegend abgeräumt wurde.
Michael musste bald nach dem zweiten Hauptrennen am Sonntag (Ausfall) zum Flughafen nach Paris, erschien zur Verabschiedung aber noch kurz bei den Media-Debriefs und umarmte sogar Bautista. Es war offensichtlich: Zwischen den beiden herrscht kein böses Blut.
"Mit Alvaro ist passiert, was passiert ist", bemerkte Rinaldi. "Ich fuhr meine normale Linie, lag vorne, wurde am Hinterrad erwischt und stürzte. Das war nicht meine Schuld. Er war in einem Kampf und Fehler können passieren. Ich hätte um drei Siege oder zumindest Podestplätze kämpfen können, letztlich wurde es nur ein zweiter Platz."
"Der Vorfall war sehr schade", zeigte sich Bautista reumütig. "Auf diese Rechtskurve kommst du sehr schnell zu, sie ist aber sehr langsam. Der Windschatten hat mich angesaugt und ich konnte nicht genügend stark verzögern. Toprak bog in die Kurve ein, Michael richtete sein Motorrad etwas auf. Ich habe alles versucht, um ihn nicht zu torpedieren und es tut mir leid für ihn."
Das kann man so sehen, es ändert aber nichts an der Tatsache, dass Bautista einen Fahrer aus dem Rennen befördert hat, der um den Sieg kämpfte.
Der Spanier ist sich dessen bewusst. "In der Rennleitung haben sie ihre Meinung, manchmal stimmst du dieser zu, manchmal nicht", meinte Bautista gegenüber SPEEDWEEK.com. "Letztlich musst du die Entscheidung akzeptieren, so war das bei mir in der Vergangenheit auch schon. Sie haben viele Kameraperspektiven, um sich genau anzuschauen, was passiert ist. Wenn du dir diesen Vorfall von vorne anschaust, dann ist er nicht leicht zu beurteilen. Weil du nicht genau erkennen kannst, wie weit wir voneinander entfernt waren. Du kannst dir das nicht nur aus einer Perspektive anschauen."
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