Barcelona, Freitag: Ducati vor BMW und Yamaha
Der erste Trainingstag der Superbike-WM 2024 bestätigte vorrangig die Dominanz der Werksteams von Ducati, BMW und Yamaha. Die jeweils schnellsten dieser Hersteller waren Nicolò Bulega, Toprak Razgatlioglu und Johnny Rea.
Im ersten Training hatten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark für eine überraschende Doppelführung von BMW gesorgt, was die Hoffnung der Bayern auf ein erfolgreiches Superbike-Meeting in Barcelona neue Nahrung gab. Im zweiten Training war es jedoch wärmer und das hatte Einfluss auf die Kräfteverhältnisse.
Die ersten Zeitverbesserungen kamen bei schönstem Wetter bereits auf den ersten fliegenden Runde. Zu Beginn der Session setzte sich Nicolò Bulega an die Spitze der Zeitenliste, in 1:41,374 min war der Ducati-Pilot aber 0,175 sec langsamer als Razgatlioglu am Vormittag. Nach 15 min hatte sich der Superbike-Rookie auf eine 1:41,145 min gesteigert. Zum Rundenrekord von Alvaro Bautista (Ducati) aus 2022 fehlten damit nur noch 0,010 sec. Bulega war in dieser Phase der Einzige, der derart schnelle Rundenzeiten fuhr. Zweiter war Bautista mit fast 0,5 sec Rückstand.
Bis zehn Minuten vor dem Ende beschäftigten sich die Piloten mit der Abstimmung ihrer Motorräder auf die Renndistanz. Der Asphalt auf dem Circuit de Catalunya hat kaum Grip, was die Reifen schnell verschleißen lässt. Umso wichtiger ist eine reifenschonende Fahrweise mit dem dazu passenden Set-up.
Bei noch elf Minuten brannte Bulega in 1:40,907 min eine neue schnellste Runde in den Asphalt. Nur 0,247 sec dahinter sein Teamkollege Bautista, der seinerseits einen beeindruckenden Long-Run absolvierte. Als Dritter bestätigte Danilo Petrucci vom Ducati-Team Barni Racing die starke Performance der V4R in Barcelona.
In den letzten Minuten tat sich nicht mehr viel, auch weil den Piloten schnelle Rundenzeiten am wärmeren Nachmittag nicht leicht fielen – nur neun von 23 Piloten fuhren schneller als im FP1.
In der kombinierten Zeitenliste setzte sich das Aruba.it-Ducati-Duo Nicolò Bulega und Bautista vor die ROKiT-Piloten Toprak Razgatlioglu und Michael van der Mark, die ihre schnellsten Zeiten am Vormittag fuhren. Auf den Plätzen 4 und 5 folgen die Yamaha-Werkspiloten Jonathan Rea und Andrea Locatelli.
WM-Leader Alex Lowes (Kawasaki) arbeitete an der Rennabstimmung und legte es als 14. gar nicht auf eine schnelle Zeit an. Erstmals war sein neuer Teamkollege Axel Bassani: Platz 13 für den Italiener.
Honda verbrachte den ersten Trainingstag im unteren Drittel der Zeitenliste. Am Ende standen für Xavi Vierge und für Iker Lecuona die beschaulichen Positionen 16 und 19 zu Buche.
Dominique Aegerter stellte seine Yamaha von Giansanti Racing auf die zwölfte Position, Philipp Öttl reihte sich an seinem zweiten Rennwochenende mit GMT94 Yamaha auf Platz 19 ein.
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