Supersport-WM • Neu
Philipp Öttl (7.): Starke Aufholjagd trotz einiger Hürden in Most
Nach zwei Siegen von Toprak Razgatlioglu bei der Superbike-WM auf dem Circuit de Catalunya herrscht bei BMW Euphorie. Markus Flasch als neuer Leiter von BMW Motorrad gibt seiner Truppe volle Rückendeckung.
Seit 1. November 2023 ist der Österreicher Markus Flasch Leiter von BMW Motorrad. In Barcelona besuchte er am vergangenen Wochenende zum ersten Mal einen Event der Superbike-WM, sein Timing hätte nicht besser sein können: Neuzugang Toprak Razgatlioglu eroberte seine erste Pole-Position mit der M1000RR und ließ in Lauf 1 den ersten BMW-Sieg in einem Hauptrennen seit 2013 folgen! Im Sprintrennen schob er mit einem
"Ich habe Shaun
(Muir, der Teamchef – der Autor)
erzählt, dass er lernen muss zu gewinnen, wenn ich nicht hier bin", schmunzelte Flasch. "Ich sagte dem Team: Wenn BMW Rennen fährt, dann um zu gewinnen. Mir gefallen die Attitüde und die Professionalität im Team, die Unterstützung und die Fahrer. Wie Michael van der Mark und Toprak sich helfen, sogar im Qualifying, ist genau das, was ich sehen will. Das sind Werte, für die unsere Marke steht. Ich bin sehr stolz, was das Team und die Fahrer geleistet haben."
Mit diesen Siegen hat BMW die erzielten Fortschritte der vergangenen Monate in hervorragende Ergebnisse umgemünzt, doch Klassenprimus ist immer noch Ducati. Braucht BMW mehr Budget, um aufzuschließen? "Ich habe diese Frage Shaun gestellt und er sagte mir, dass er glücklich ist mit der Unterstützung, die er vom Werk bekommt", so Flasch. "Ziel ist, die Meisterschaft zu gewinnen. Mit unseren Fahrern haben wir eine realistische Chance. Wir sind eine große Firma mit gewissen Ressourcen und gehen alles Schritt für Schritt an. Wir werden alles unternehmen, was es braucht, um erfolgreich zu sein."
2019 kehrte BMW unter dem damaligen Geschäftsführer Dr. Markus Schramm werksseitig in die Superbike-WM zurück. Seither wurden große Investitionen getätigt, doch Hersteller wie KTM oder Ducati binden ihre Kunden deutlich besser in den Rennsport ein und ziehen aus dem Engagement größeres Kapital für das Marketing.
"Ich teile diese Einschätzung, wir machen zu wenig daraus", sagte Flasch im Vier-Augen-Gespräch mit SPEEDWEEK.com. "Aber ich fange ja erst an. Ich kenne den Pit Beirer und Stefan Pierer, wir kennen uns alle. Ich habe den Weg, der bei KTM gegangen wurde, immer bewundert, weil er von Tag 1 an professionell war. Auch in Zeiten, in denen sie nichts gerissen haben."
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.