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Johnny Rea über Toprak: Das Talent seiner Generation

Von Ivo Schützbach
«Wäre er im GP-Paddock aufgewachsen, würde er auch dort zu den Besten gehören», sagt Superbike-Rekordchampion Jonathan Rea über den aktuellen WM-Führenden Toprak Razgatlioglu.

Immer wieder erfreuen uns Sportler, die die Messlatte in ihrer Disziplin höher legen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten erinnern wir uns an Valentino Rossi, Casey Stoner und Marc Marquez, die neue Fahrstile in der MotoGP etabliert haben. Für Superbike-Star Toprak Razgatlioglu (27) gilt dasselbe, der uns mit seinen atemraubenden Bremsmanövern begeistert.

Jonathan Rea, mit sechs WM-Titeln in Folge, 119 Siegen und 263 Podestplätzen der mit Abstand erfolgreichste Fahrer der 1988 gegründeten, seriennahen Motorrad-Weltmeisterschaft, redet voller Anerkennung über Toprak. Dem Nordiren ist bewusst, dass wir derzeit eine solch prägende Phase erleben, in der ein Athlet allen anderen einen Schritt voraus ist.

«Zu Beginn seiner Karriere habe ich ihm sehr geholfen, er war ein Supertalent, als er mit dem Stockbike fuhr», erzählte Rea im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Er saß damals auf einer Kawasaki ZX-10 und hatte gegen Rinaldi auf der Ducati keinen Auftrag, aber er kämpfte trotzdem gegen ihn. Er ist das Talent seiner Generation. Ich bin mir sicher: Wäre er im GP-Paddock aufgewachsen, würde er auch dort zu den Besten gehören. Unglücklicherweise ist er jetzt auch nicht mehr der Jüngste für diese Welt. Bei den Superbikes ist er die Referenz, er leistet hervorragende Arbeit.»

Mitte Juni sorgte Manager Kenan Sofuoglu für viel Aufregung, als er Razgatlioglu für die MotoGP 2025 ins Gespräch brachte, obwohl dieser einen gültigen Vertrag mit BMW für die Superbike-WM bis Ende nächstes Jahr hat. Zwei Wochen später ruderte der fünffache Supersport-Champion zurück und bekräftigte, dass sie den BMW-Vertrag natürlich einhalten werden. «Jetzt hat er den Vertrag wohl richtig gelesen», ätzte ein Managerkollege.

Vorangegangen war die Meldung, dass das MotoGP-Werksteam Repsol Honda Interesse an Toprak zeige. «Ich glaube nicht, dass da je tiefergehende Gespräche geführt wurden», betonte ein Honda-Insider am vergangenen Wochenende auf dem Sachsenring gegenüber SPEEDWEEK.com. «Priorität von Honda ist, den Vertrag mit Joan Mir zu verlängern. Und Luca Marinis Deal läuft eh bis Ende nächstes Jahr.»


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