Dominique Aegerter (Yamaha): Entwarnung nach Sturz
Mit einem Sturz im zweiten Lauf endete die Superbike-WM 2024 für Dominique Aegerter auf dem Circuito de Jerez im Kiesbett. Der Yamaha-Pilot gibt Entwarnung: Die Schmerzen sind nicht größer, als sie es davor waren.
Nach seinem Trainingssturz mit dem Mountainbike hatte Dominique Aegerter die Superbike-Meetings in Magny-Cours, Cremona und Aragon verpasst. In Estoril gab der Schweizer sein Comeback, doch die gebrochenen Rippen schmerzten noch immer und durch die komplexe Verletzung in der Schulter fehlte Kraft. Da Jerez nur eine Woche nach dem Rennwochenende in Portugal stattfand, war der Zustand des Yamaha-Piloten nicht wesentlich besser.
Als 13. der Superpole und Platz 9 im ersten Lauf begann das Saisonfinale für Aegerter deutlich besser als in Estoril. Am Sonntag verhinderte im Sprintrennen der nach einem Sturz von hinten heranstürmende Álvaro Bautista (Ducati), dass der 34-Jährige die Top-9 erreichte. "Das Superpole-Race war gar nicht so schlecht", attestierte der Rohrbacher. "Bis zur letzten Runde lag ich auf dem neunten Platz, den ich unbedingt ins Ziel bringen wollte. Aber dann kam Bautista angeflogen und hat mich noch überholt. Deshalb musste ich das letzte Rennen der Saison am Nachmittag von Platz 13 aus starten."
Eine schmerzhafte Erfahrung machte Aegerter im zweiten Lauf in Kurve 13, wo er am Hinterrad von Rekordweltmeister Jonathan Rea stürzte – übrigens nur zwei Runden vor dem Rennabbruch nach einem kapitalen Motorschaden der Yamaha von Philipp Öttl. "Zunächst einmal geht es mir gut, und das ist das Wichtigste", betonte der Domi-Fighter. "Ich war nicht mehr in der besten körperlichen Verfassung. Trotzdem habe ich versucht, in jeder Runde alles zu geben. Ich folgte Jonathan Rea auf dem zehnten Platz, was gut war, um seinen Fahrstil zu studieren. Ich war mit der Front am Limit und konnte nichts mehr retten. Bis jetzt habe ich nicht mehr Schmerzen als vorher, aber mal sehen, wie es mir am Montag geht."
Aegerter tritt auch 2025 mit dem Yamaha-Team Giansanti Racing in der Superbike-WM an. "Es tut mir wirklich leid für die Jungs. Das ist nicht die Art und Weise, wie wir das Jahr beenden wollten", bedauerte der WM-16. "Am Ende der Saison möchte ich dem gesamten Team, allen Sponsoren, Fans, Ärzten und Physiotherapeuten danken, die mir geholfen haben, an den letzten beiden Rennwochenenden zurückzukommen und auch immer hinter mir gestanden haben. Wir werden nächstes Jahr stärker zurückkommen. Ich werde im Winter hart trainieren, um 2025 ein besserer Fahrer zu sein. Abschließend möchte ich Toprak zum Gewinn des Titels gratulieren. Unglaublich, was er in dieser Saison erreicht hat - chapeau!"
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