Rechtsstreit: Autodrom Most wird in Berufung gehen
Dem Autodrom in Most droht das gleiche Schicksal mit limitierten Lärmtagen wie dem Sachsenring. Die Superbike-WM soll weiterhin das Aushängeschild bleiben, der Vertrag wurde bis Ende 2030 verlängert.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Bereits seit sechs Jahren schwelt in Most (Brüx) ein Rechtsstreit, ein ortsansässiges Ehepaar hat wegen Lärmbelästigung geklagt. Mehrfach bekamen die Eigentümer des Autodroms vor dem Gericht in Most Recht; jetzt ging das Verfahren in die nächste Instanz und wurde in Usti nad Labem (Aussig) verhandelt.
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"Es trifft nicht zu, dass das Autodrom den gewerblichen Fahrbetrieb sowie den Betrieb an Sonn- und Feiertagen einstellen muss", teilte das Autodrom in einer Presseaussendung mit. "Das Gericht hat sich nicht dazu geäußert, beide Parteien müssen die offizielle schriftliche Begründung des Urteils abwarten. Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass wir die Anlage im Einklang mit ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung und der gültigen Nutzungsgenehmigung betreiben können. Und wir sind der Ansicht, dass unser Betrieb nicht die Rechte Dritter beeinträchtigt. Die Gerichtsentscheidung schränkt daher unser verfassungsmäßiges Recht auf freie Geschäftstätigkeit ein. Aus diesem Grund werden wir alle uns zur Verfügung stehenden Rechtsmittel ausschöpfen." "Wir möchten betonen, dass wir weiterhin eine offene Kommunikation und die Suche nach einem Kompromiss bevorzugen, der es ermöglicht, den Betrieb des Autodroms fortzusetzen und gleichzeitig gute nachbarschaftliche Beziehungen zu pflegen", heißt es weiter. "Unser Handeln ist geprägt von dem Bemühen um Transparenz, der Umsetzung realisierbarer Maßnahmen zur Lärmminderung und der Rücksichtnahme auf unsere Nachbarn. Gleichzeitig möchten wir allen unseren Partnern und Kunden versichern, dass das Autodrom Most weiterhin seinen Verpflichtungen nachkommen wird."
Jede Rennstrecke versucht eine möglichst hohe Auslastung zu haben, um ordentlich zu wirtschaften – mit Rennen allein ist das unmöglich. Deshalb sind Track-Day-Veranstalter willkommene Kunden, doch genau gegen diese richtet sich das Urteil. Auf Rennstrecken wie dem Sachsenring gibt es seit Jahren nur noch eine limitierte Anzahl Lärmtage; es ist vorstellbar, dass es auch in Most so kommen könnte.
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Die Superbike-WM als größte internationale Veranstaltung in Most (16.–18. Mai) soll auch über dieses Jahr hinaus das Aushängeschild bleiben, der Vertrag wurde bis Ende 2030 verlängert. Weitere große Events 2025 sind der Truck Prix & Nascar (29.–31. August) und die IDM (20.–22. Juni).
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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