Alvaro Bautista (3.): «Nicht an mir, das zu sagen»
Nach drei Stürzen am Freitag musste sich der zweifache Champion Alvaro Bautista für die Superbike-WM in Cremona am Samstag neu aufstellen. Was ihm half: Ducati fand die Ursache für seine Abflüge.
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Obwohl er am Freitag dreimal auf der Nase lag, sagte Alvaro Bautista anschließend mit dem Brustton der Überzeugung: "Ich mache mir keine Sorgen, am Samstag werden wir keine Probleme haben." Sein angeknackstes Ego konnte der 40-Jährige über Nacht kitten, im FP3 am Samstagmorgen ließ er mit der bis dahin schnellsten Runde des Wochenendes aufhorchen. Platz 4 in der Superpole war für Bautistas Verhältnisse ordentlich, er war noch nie ein starker Qualifyer.
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Im Rennen hatte er seinem überragenden Aruba-Teamkollegen Nicolo Bulega und Titelverteidiger Toprak Razgatlioglu (BMW) zwar nichts entgegenzusetzen, wurde aber unangefochten Dritter. Mit seinem siebten Podestplatz im zehnten Rennen, noch ist er ohne Sieg in diesem Jahr, konnte Bautista sein Punktekonto auf 102 erhöhen und liegt nur noch fünf Zähler hinter dem Dritten Andrea Locatelli (Yamaha). Zu Leader Bulega fehlen ihm aber bereits 59 Punkte. "Ich bin zufrieden, nachdem ich am Freitag die meiste Trainingszeit verpasst habe", erzählte Bautista. "Wir haben herausgefunden, dass das Motorrad technisch nicht richtig funktioniert hat, am Samstagmorgen hatte ich auf Anhieb wieder Vertrauen. Ich könnte erklären, was das für mich als Fahrer bedeutet. Es ist aber nicht an mir zu sagen, was technisch genau dahintersteckt. Ich wusste nicht, was mich im Rennen erwartet, weil ich mit den Reifen nie mehr als zehn Runden am Stück fuhr. Zu Beginn strauchelte ich mit vollem Tank und den hohen Temperaturen besonders am Kurveneingang, dann wurde es besser. Da waren Toprak und Nicolo aber schon zu weit weg und ich konnte sie auch nicht mehr einholen. Der Vierte hinter mir lag weit zurück, also fuhr ich mein Rennen ganz normal zu Ende."
In Portimao und Assen ist Alvaro im Samstagrennen gestürzt, dieser dritte Platz gibt ihm Selbstvertrauen für den Sonntag in Norditalien. "Toprak und Nicolo werden mindestens auf dem gleichen Level fahren", ist der Haudegen überzeugt. "Ich habe jetzt aber mehr Informationen, was den Reifenverschleiß und das Verhalten des Motorrads betrifft. Mein Ziel ist, den Rückstand zu den beiden zu verringern. Die Lücke zu schließen, wird schwierig, da sie groß ist."
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Auffällig am Samstag: In der Superpole lagen die Top-14 innerhalb 1 sec, im Rennen hatten alle Fahrer ab Platz 4 über 23 sec Rückstand auf den Sieger. Sie verloren also pro Runde durchschnittlich mindestens 1 sec auf Bulega. "Im Training gab es kaum einen Unterschied. Auf so kurzen Strecken ist es eine Sache, eine schnelle Runde zu fahren, und eine Renndistanz eine ganz andere", erklärte Bautista SPEEDWEEK.com. "Über eine Runde kann jeder wie verrückt pushen und bei der Musik sein, aber das geht nicht über 23 Runden. In einem Rennen siehst du die wahren Unterschiede."
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