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Bautista schimpft über Rea: «Er ist verzweifelt!»

Eine von Jonathan Rea ausgelöste Kollision beendete Alvaro Bautistas Sonntags-Rennen bei der Superbike-WM in Most in Kurve 1: Der Ducati-Pilot staunte über die Fahrweise des Rekord-Champions und dessen Verhalten.

Superbike WM

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Ex-Weltmeister Alvaro Bautista erlebte bei der Superbike-WM einen enttäuschenden Sonntag. Nach einem soliden fünften Platz im Superpole-Rennen am Vormittag waren die Hoffnungen groß, im finalen Rennen aufs Podium zu fahren. Vom puren Speed deutete Bautista bereits am Samstag an, dass er ein Top-3-Kandidat ist.

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Doch eine von Yamaha-Pilot Jonathan Rea ausgelöste Kettenreaktion in der ersten Kurve beendete Bautistas Rennen, aber auch das von Honda-Pilot Xavi Vierge. Zudem musste Bimota-Pilot Alex Lowes ins Kiesbett ausweichen.

"Egal, ob ich vorne oder hinten starte, immer trifft es mich. Hier hat es mich bereits im letzten Jahr in der Schikane erwischt", ärgerte sich Bautista nach dem Aus im Sonntags-Rennen. Die Schikane im Autodrom Most ist eine heikle Stelle, da die Fahrer mit hohem Tempo auf den Rechtsknick zusteuern und dann bis in den ersten Gang verzögern müssen.

"Die erste Schikane ist ziemlich weit von der Startlinie entfernt. Wir kommen mit hohem Tempo an. Es ist sehr knifflig", bestätigte Bautista beim Treffen mit SPEEDWEEK.com die Gefahren und wunderte sich: "Rea ist ein Fahrer, der immer in die Sicherheits-Kommission geht. Er ist der erste Fahrer, der sagt, dass diese Kurve sehr gefährlich ist, man den Startpunkt vorverlegen und sehr vorsichtig sein muss, weil diese Kurve sehr gefährlich ist."

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"Ich hatte Glück, mich nicht verletzt zu haben. Doch Xavi klagt über Schmerzen im Bein. Ich weiß nicht, ob er sich verletzt hat", grübelte Bautista. Vierge musste ins Medical Center eingeliefert werden. Die ersten Untersuchungen deuten auf eine Fraktur im rechten Fuß hin.

Jonathan Rea erhielt für die Szene eine doppelte Long-Lap-Penalty. Der sechsmalige Champion kam nach dem Rennen zu Bautista, um sich zu entschuldigen. Doch die Art und Weise, wie sich Rea entschuldigen wollte, kam bei Bautista nicht gut an.

"Ich meinte zu ihm, dass er vorsichtig sein muss, weil er sehr viel Erfahrung hat. Diese Kurve ist sehr speziell und man muss wirklich vorsichtig sein. Er sagte dann, dass er nicht gekommen ist, um belehrt zu werden. Er wollte sich nur entschuldigen und wissen, ob ich seine Entschuldigung annehme oder nicht. Natürlich hat er es nicht absichtlich gemacht und wollte bewusst andere Fahrer treffen. Es ist nicht so wie in Magny-Cours 2022, als er bewusst in mich krachte", gab Bautista frustriert zu Protokoll.

Für das Manöver nach dem Start hatte Bautista eine simple Erklärung. "Er ist verzweifelt!", schimpfte der Spanier, der sich um ein Podium gebracht fühlte. "Genau wie gestern war ein Podium möglich. Im Superpole-Rennen lief es nicht schlecht. Ich leistete mir in der zweiten Runde einen Fehler. Dadurch verlor ich etwas, kämpfte danach aber richtig gut. Es war realistisch, heute ums Podium zu kämpfen", ist der spanische Ducati-Pilot überzeugt.

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Sein Team machte für das zweite Hauptrennen in Most eine positive Änderung. "In der Besichtigungsrunde spürte ich eine Verbesserung. Doch wir konnten nicht bestätigen", bedauerte Bautista, der auf Grund des Ausfalls in der Meisterschaft auf die vierte Position zurückfiel und jetzt hinter Nicolo Bulega, Toprak Razgatlioglu und Danilo Petrucci liegt.

"Ich denke nicht an die Meisterschaft oder die Punkte", stellte Bautista nach dem Rennwochenende in Most klar. "Ich schaue voll und ganz auf die Performance. Im Moment sind wir nicht schlecht. Ich bin schneller als vor zwei Jahren. Doch jetzt gibt es mehr Fahrer an der Spitze."

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107

5

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Bimota by Kawasaki Racing Team

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