Rea widerspricht Bautista: «Es war ein Rennunfall»
Reaktion auf Alvaro Bautistas Kritik: Jonathan Rea sprach nach dem Startunfall bei der Superbike-WM in Most über die Schuldfrage und machte das Layout im Autodrom verantwortlich.
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Alvaro Bautista war nach dem zweiten Rennen der Superbike-WM in Most nicht besonders gut auf Jonathan Rea zu sprechen. Nach dem Start kollidierten die beiden ehemaligen Weltmeister in Kurve 1. Bautista landete im Kies, Rea setzte das Rennen fort und erhielt eine doppelte Long-Lap-Penalty. Im Gegensatz zu Bautista stufte Rea die Szene als Rennunfall an.
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"Ich spürte eine Berührung, aber keine besonders heftige. Für mich war es ein Rennunfall", erklärte der Yamaha-Pilot beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Most. "In meiner Karriere war ich oft das Opfer. Dieses Mal musste ich Stärke zeigen und ging auf die anderen zu." Rea entschuldigte sich unter anderem bei Bautista, der mit der Art und Weise der Entschuldigung aber nicht zufrieden war. Laut Rea war Bautista an der Kollision nicht ganz unbeteiligt. "Die TV-Bilder zeigen eindeutig, was passiert ist. Ich fuhr innen auf Kurve 1 zu und dann ging es eng zu. Ich nutzte den inneren Randstein. Ich dachte, dass ich vorne bin, doch Alvaro bog entschlossen in die Kurve und deshalb kam es zum Kontakt."
"Es tut mir natürlich sehr leid für ihn, dass sein Rennen vorbei war, genau wie das Rennen von Xavi Vierge. Zudem hat es noch das Rennen von Alex Lowes beeinträchtigt. Nach dem Rennen ging ich zu ihnen, um mich zu entschuldigen", schilderte der 38-Jährige.
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Aus sportlicher Sicht verlief Reas Wochenende durchwachsen. Mit seinen guten Starts konnte sich der ehemalige Serien-Weltmeister aber zu Beginn der Rennen in Szene setzen. "Meine Starts waren in allen drei Rennen sehr gut. Ich nutzte in allen drei Rennen die gleiche Strategie, indem ich mich innen platzierte und über den Randstein fuhr", verriet Rea.
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Er betonte aber auch, dass die enge Schikane in Most keine gute Lösung ist. "Ich habe bereits am Donnerstag darüber gesprochen. Wir sprechen ständig in der Sicherheits-Kommission über Strecken wie Estoril und Barcelona – Strecken, auf denen man im fünften Gang zur ersten Kurve zusteuert. Diese erste Kurve hier ist zudem sehr langsam. Ich weiß nicht, wie viele Zwischenfälle es an diesem Wochenende hier in der ersten Kurve gab. Im ersten Rennen erwischte es meinen Teamkollegen", so Rea.
Einen Umbau der Schikane stufte Rea als unwahrscheinlich ein. "In Most ist die Schikane eine der besten Überholmöglichkeiten, weil ein großer Teil des restlichen Layouts nur eine Linie hat. Man muss aggressiv sein, um andere Fahrer zu überholen", analysierte Rea. Eine Änderung des Layouts kommt also nicht in Frage, aber eine andere Platzierung der Startlinie könnte die Gefahren reduzieren: "Wir üben Druck aus, die Startlinie deutlich näher an die erste Kurve zu bringen. Das heute war ein Rennunfall. Es hätte vermutlich verhindert werden können, wenn wir im dritten Gang auf die Kurve zusteuern."
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