Biaggi jammerte zurecht

Kolumne von Gordon Ritchie
Schönes Ambiente in Kyalami

Schönes Ambiente in Kyalami

Viel geändert hat sich nicht, seit wir letztmals 2002 in Kyalami zu Gast waren.

Die Schikane vor der letzten Kurve bevor Start/Ziel wurde entfernt, dafür gibt es dort jetzt eine schnelle Rechtskurve. Die neue Strecke ist 4,246 Kilometer lang, Ben Spies fuhr in seiner schnellsten Superpole-Runde 2,5 Sekunden schneller als Michel Fabrizio während der Tests im Dezember. Ruben Xaus steigerte sich mit der BMW gar um 3 Sekunden.

Einige Fahrer sind sehr froh darüber, dass wir wieder in Südafrika fahren, andere verabscheuen die Strecke in Kyalami. [* Person Leon Haslam *] meint, dass die Strecke auch nicht gefährlicher sei als andere im Kalender.

[* Person Max Biaggi *] jammerte, völlig zurecht, über den schlechten Asphalt auf der Strecke. Doch die Zeit hat nicht nur am Belag genagt. Die Garagen für die Teams sind nicht mehr die jüngsten, haben dafür aber einen gewissen Charme. Sie sind im Prinzip für das Publikum offen, dass sich die Teams abschirmen, gelingt nicht immer.

Beeindruckend und gleichzeitig beängstigend waren die extra aufgebauten Tribünen. Sie waren sehr hoch und sahen wie ein Streichholzgebilde aus. Als könnte der nächste Windstoss alles zusammenfallen lassen. Offensichtlich waren sie stabiler, als sie aussahen. Zumindest standen sie auch nach dem Rennen noch.

Neben dem Glamour von Katar und Monza sah Kyalami fast schäbig und altertümlich aus. Aber trotzdem sehr liebenswert. Der Promoter und sein Personal gaben sich unglaubliche Mühe, alle Wünsche zu erfüllen. Selten werden Journalisten von Offiziellen gefragt, was verbesserungswürdig ist. Dabei ist es unser Job, genau diese Dinge aufzudecken. Wir sehen sicher mehr, als die meisten Offiziellen ...

Wirklich verbessert werden muss die Sicherheit der Rennstrecke – das gleiche gilt aber auch für andere Strecken im Kalender. Der schlechte Asphalt mag für die Fahrer und Techniker ärgerlich oder auch nur eine Herausforderung gewesen sein, den Fans bescherte er spektakuläre Szenen – im Training wie im Rennen.

Der örtliche Promoter hat die Superbike-WM als den «Grand Prix der Unterhaltung und guter Atmosphäre» verkauft. Treffender hätte auch ich die Rennen in Südafrika nicht bezeichnen können.

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