JR Racing: Champion aus der Karibik faselt von Top-10

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Waldis Veras (li.) glaubt an sein Talent

Waldis Veras (li.) glaubt an sein Talent

Noch immer gibt es keinen Vertrag zwischen JR Racing und Aprilia. Trotzdem behauptet Waldis Veras, nationaler Champion der Dominikanischen Republik: «Ich werde mein Talent in der Superbike-WM beweisen.»

Auf der eigenen Facebook-Seite promotet Joslin Robinson sich und ihr Team seit dem 9. Dezember, sie posaunt, JR Racing werde 2016 mit zwei Fahrern in der Superbike-Weltmeisterschaft am Start sein.

Davor war fast neun Monate lang Funkstille, nach dem Desaster mit BMW für die WM-Saison 2015 war von JR Racing seit dem 15. März 2015 nichts mehr zu hören.

Redet man mit den Verantwortlichen bei Aprilia und WM-Vermarkter Dorna ist zwar die Hoffnung zu hören, dass sich das Team aus der Karibik tatsächlich mit Aprilia einigt und wir kommende Saison zwei RSV4 in der Startaufstellung sehen, wirklich daran glauben tut aber niemand.

Außer Joslin Robinson, die laut eigenen Angaben «52 Mitarbeiter» in ihrem Team hat, 2,7 Millionen Euro Budget sollen gesichert sein.

Als Fahrer stellte sie die Brüder Waldis und Wayne Veras vor, dieses Duo wurde von Aprilia und Dorna umgehend abgelehnt. Falls überhaupt, werden wir einen der zwei 2016 zu sehen bekommen, die Nummer-1-Rolle ist Superstock-1000-Champion Lorenzo Savadori angedacht.

Waldis Veras geht davon aus, dass er Stammpilot sein wird und sieht das Kennenlernen der 14 WM-Strecken als seine größte Herausforderung. «Wir haben ein schweres Jahr vor uns», ist sich der 27-Jährige bewusst. «Aber mit Gott an unserer Seite werden wir gute Resultate erreichen. Wir sind zuversichtlich, dass wir es in die Top-10 schaffen. Wir glauben an unser Talent und werden dieses auf der Rennstrecke demonstrieren.»

Während Veras von den Top-10 träumt und glaubt, dass sein nationaler Superbike-Titel in der Dominikanischen Republik einen internationalen Wert hat, wurde JR Racing von der Dorna offen gesagt, dass sie keine Fahrer in der Meisterschaft haben wollen, die pro Runde 5 sec oder mehr verlieren. «Das schadet der WM, dem Team und dem Hersteller», so ein hochrangiger Manager.

Um für die Zukunft mehr Klasse statt Masse in der Superbike-WM zu haben, hat die Dorna ihr Unterstützungssystem überdacht. Die schlechtesten Teams bekommen zukünftig keinen Support mehr (beispielsweise für Fracht), so sollen sie gezwungen werden gute Fahrer zu verpflichten.

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