Weltmeister Ben Birchall: «Es ist nur eine Auszeit»

Von Helmut Ohner
Seitenwagen-WM
Ben (li.) und Tom Brichall: Keine WM-Teilnahme 2020

Ben (li.) und Tom Brichall: Keine WM-Teilnahme 2020

Dass Ben und Tom Birchall dieses Jahr der Seitenwagen-Weltmeisterschaft eine Absage erteilen, wissen die Leser von SPEEDWEEK.com bereits. Jetzt gab das britische Brüderpaar die Gründe dafür bekannt.

2018 profitierten Ben und Tom Birchall vom Pech ihrer Landsleute Tim Reeves/Mark Wilkes und holten sich den Titel in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft. In der abgelaufenen Saison drehte sich das Glück beendeten sie die Serie hinter Reeves/Wilkes und Pekka Päivärinta/Jussi Veräväinen an der dritten Stelle. Nach dem Ausfall beim finalen Lauf in Estoril verkauften sie ihre F1-LCR Yamaha an den Niederländer Kees Endeveld.

Geht es nach Fahrer Ben Birchall, soll es aber vorerst nur ein Abschied auf Zeit sein. «Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich es nicht mehr wirklich genossen, in der Weltmeisterschaft zu fahren. Es ist in letzter Zeit einfach zu viel vorgefallen», spricht der 42-jährige Brite unter anderem die des Öfteren mit harten Bandagen geführten Zweikämpfe mit seinem Landsmann Reeves an.

Die dreifachen Weltmeister werden sich in der WM-Auszeit aber sicherlich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Ihre volle Konzentration gilt dieses Jahr der Tourist Trophy und der populären britischen Seitenwagen-Meisterschaft. Das Brüderpaar, das die gewonnene Zeit vor allem mit ihren jungen Familien verbringen möchte, denkt auch daran, an einigen ausgewählten europäischen Straßenrennen teilzunehmen.

«Wenn wir mehr Zeit in Großbritannien verbringen, können wir uns auch darauf konzentrieren, unser F2-Gespann zu fahren. Da gibt es definitiv weitere Entwicklungsmöglichkeiten», weiß Birchall, der mit seinem jüngeren Bruder seit Jahren die Rennen bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man dominiert. 2018 markierten sie bei ihrer Siegesfahrt einen neuen Rundenrekord. Als erstes Seitenwagen-Paar blieben sie unter der 20-Minuten-Marke.

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