Cloppenburg: Martin Smolinski ist «back on track»

Von Rudi Hagen
Martin Smolinski und sein Freund und Sponsor Burkhard Timme vom MSC Cloppenburg

Martin Smolinski und sein Freund und Sponsor Burkhard Timme vom MSC Cloppenburg

Ein vielbeachtetes und nicht unbedingt erwartetes Comeback gab Martin Smolinski beim Flutlichtrennen in Cloppenburg. Der Olchinger gewann die 9. «Night of the Fights» in beeindruckender Manier.

Burkhard Timme, Präsident des MSC Cloppenburg, war schon vor dem Rennabend bestens gelaunt. «Wir setzen immer neue Maßstäbe», freute sich der umtriebige Unternehmer und blickte ins Innenfeld der Speedway-Arena, wo ein riesiger Vierfach-Würfel an einem Kranausleger hing und TV-Bilder für die mehr als 4000 Besucherinnen und Besucher lieferte.

Aber auch das internationale Fahrerfeld des vielbeachteten Flutlichtevents konnte sich mit starken Fahren aus insgesamt elf Nationen sehen lassen. «Das ist ja wie bei einer Weltmeisterschaft», übertrieb Timme bei seiner Ansprache an das erwartungsvolle Publikum dann doch etwas.

Aber es steckt auch ein Plan dahinter. Die Cloppenburger sind ehrgeizig, wollen voran gehen und Speedway hierzulande noch populärer machen. Timme: «Dazu brauchen wir starke deutsche Fahrer, Leuchtsterne am Speedwayhimmel, Vorbilder. Wir vom MSC Cloppenburg wollen den Sport voranbringen.»

Mit der Verpflichtung seines erfolgreichsten Clubfahrers, Speedway-Profi Martin Smolinski, hatte Timme einen Glücksgriff gemacht. Der 37-Jährige Olchinger, Deutschlands bekanntester aktiver Bahnrennfahrer, hatte sich noch im Mai einer Hüftoperation unterziehen müssen. Die Nachwirkungen eines bösen Trainingssturzes vor zwei Jahren in Leipzig waren immer gravierender geworden und für ihn ohne massive Schmerzmittel nicht mehr auszuhalten.

«Smoli» holte sich Ratschläge von vielen Seiten ein, unter anderem von Kelvin Tatum und Karl Maier, die sich beide ebenfalls schon eine neue Hüfte haben einsetzen lassen.

Die folgende Operation war dann erfolgreich und Smolinski arbeitete gleich wieder an seiner Fitness, trainierte auch schon wieder auf dem Motorrad, aber ein Renneinsatz stand eigentlich noch nicht auf seinem Plan. «Ich bin dann zu ihm nach München gereist und habe ihm vorgeschlagen, bei uns in Cloppenburg wieder zu fahren», erklärte Timme das Zustandekommen des Starts seines Freundes in der Soeste-Stadt. «Ich habe ihm gesagt, er solle es versuchen um zu sehen, wo er momentan steht. Wir brauchen solche Fahrer wie ihn in Deutschland.»

Und es funktionierte perfekt. Smolinski riss mit seinen Auftritten das Publikum in der MSC-Arena zu Beifallsstürmen hin. Von sieben Läufen gewann er sechs, darunter das alles entscheidende Finale, wo nur der Finne Timo Lahti anfangs noch Paroli bieten konnte. „

«Ich wollte sehen, was ich noch kann und ja, ich habe das Motorradfahren noch nicht verlernt», freute sich der Bayer bei der abschließenden Siegerehrung, «aber dass es so gut für mich läuft, hätte ich nicht gedacht.»

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