Supersport-WM 2020: Was zieht die Moto2-Piloten an?

Von Tim Althof
Supersport-WM
Philipp Öttl auf der Puccetti-Kawasaki

Philipp Öttl auf der Puccetti-Kawasaki

Sandro Cortese gewann 2018 den Titel in der Supersport-WM, nachdem er von der Moto2-Weltmeisterschaft ins SBK-Fahrerlager wechselte. Der Deutsche zeigte damit vielen Fahrern eine neue Möglichkeit auf.

Die Supersport-WM wird 2020 ein sehr gut besetztes Fahrerfeld haben, denn die spannende Rennserie bietet vielen Fahrern gute Möglichkeiten, ihre Rennfahrerkarriere weiterzubringen. Neben dem Aufstieg aus der Supersport-300-WM, der vor allem für Nachwuchsfahrer reizvoll ist, wechseln immer mehr Piloten aus der Moto2- in die Supersport-WM.

Jules Cluzel, Randy Krummenacher und Sandro Cortese sind die prominentesten Piloten, die zeigten, dass dieser Weg Sinn machen kann. Cluzel gewann seit seinem Wechsel in die seriennahe Meisterschaft 20 Rennen mit Honda, MV Agusta und Yamaha und ist der erfolgreichste Supersport-Pilot nach Kenan Sofuoglu. Sandro Cortese gewann 2018 auf Anhieb den Titel, als er im Team Kallio eine Yamaha R6 pilotierte und zwei Rennen gewann. Cortese fand nach der Saison 2017 in der Moto2-WM keinen Startplatz mehr und wagte anschließend den Neustart in der Supersport-WM.

Randy Krummenacher wechselte 2016 das Fahrerlager und startete zu Beginn auf Kawasaki in der Supersport-WM, anschließend erfolgte der Aufstieg in die Superbike-WM. 2018 kehrte der Schweizer in die 600er-Klasse zurück und fuhr mit Yamaha 2019 zu seinem ersten WM-Titel. Die gute Erfolgsquote der Fahrer, die aus dem MotoGP-Fahrerlager in die seriennahe Klasse wechselten, blieb nicht unbemerkt und so finden sich viele Nachahmer.

Philipp Öttl unterschrieb für 2020 beim Puccetti-Team, wo er neben Lucas Mahias auf einer Kawasaki ZX-6R um Siege kämpfen möchte. Öttl gewann 2018 den Moto3-GP in Jerez, wechselte 2019 in die Moto2-Klasse, erreichte auf KTM aber nie die Punkteränge. Genau wie der Deutsche hofft auch Andrea Locatelli auf Erfolgserlebnisse in der Supersport-WM, denn der Italiener hat sich den Startplatz beim Weltmeisterteam von Bardahl Evan Bros gesichert, wo er eine Yamaha R6 fahren wird.

Auch der Südafrikaner Steven Odendaal kennt sich auf einem Moto2-Bike bestens aus: Der Moto2-Europameister wird 2020 für das EAB Ten Kate Racing-Team starten und dabei Podestplätze anvisieren. Ten Kate, das mit Honda erfolgreichste Team der Supersport-WM, wird erstmals mit Yamaha antreten. Den letzten Titel holte 2014 Michael van der Mark für das niederländische Team.

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