Patrick Hobelsberger (13.): Der beste Honda-Pilot

Von Andreas Gemeinhardt
Supersport-WM

Patrick Hobelsberger eroberte sich beim Saisonstart der Supersport-Weltmeisterschaft 2020 in Phillip Island mit dem 13. Platz seine ersten WM-Punkte und war dabei der bestplatzierte Honda-Fahrer.

Patrick Hobelsberger gab im vergangenen Jahr in Misano mit einer Wildcard sein Debüt in der Supersport-WM und erreichte dabei den 24. Rang. Für die Saison 2020 unterschrieb Hobelsberger einen Vertrag mit dem Team Dynavolt Honda des ehemaligen 500-ccm-GP-Piloten Simon Buckmaster und ist dort der Teamkollege des Japaners Hikari Okubo, der 2019 mit dem Kawasaki Puccetti Racing Team Supersport-WM-Fünfter wurde.

Bei Saisonauftakt der Supersport-WM in Phillip Island qualifizierte sich der Rookie für den 19. Startplatz, absolvierte im Rennen auch den geforderten Boxenstopp in der achten Runde fehlerfrei und eroberte als bester Honda-Fahrer mit dem dreizehnten Platz seine ersten Supersport-Weltmeisterschafts-Punkte.

«Das ist übelst krass, ich kann es noch gar nicht richtig glauben!», freute sich der 23-jährige Bayer. «In der vierten Runde versuchte ich Péter Sebestyén und Andy Verdoia zu überholen, dabei hätte ich zweimal fast das Vorderrad verloren. Das war für mich das Zeichen: Pass‘ bloß auf! Anschließend wollte ich die Reifen nicht mehr allzu sehr beanspruchen, ich habe kontrolliert meine Runden heruntergespult, doch am Ende des Rennens war der Grip komplett weg. Obwohl ich in der achten Runden gewechselt hatte, dachte ich, dass es gleich den Reifen zerreißt. Der 13. Platz ist gut, mein Rückstand auf die Spitze aber noch nicht.»

«Ich bin cool geblieben, ich war überhaupt nicht nervös, denn ich habe ein riesengroßes Vertrauen in mein neues Team Dynavolt Honda», versicherte Hobelsberger. «Ich war auch in der Anfangsphase relativ aggressiv, das lief ganz gut. Vielleicht muss ich noch ein paar Zehntelsekunden finden, aber heute hätte das nichts gebracht, denn die Lücke auf Danny Webb war zu groß. Mit meinem neuen Teamkollegen Hikari Okubo konnte ich gut mithalten, bis zu seinem Ausfall lag er im Rennen direkt vor mir.»

Patrick Hobelsberger ist ein gelernter Zimmermann aus Landau an der Isar und begann frühzeitig mit dem Motocross. Auf der Rundstrecke trainierte «Pax» erstmals mit 19 Jahren. Nachdem er bei diversen Racing4Fun-Veranstaltungen am Start war, schrieb sich Patrick 2017 in den Yamaha R6-Dunlop-Cup ein und beendete diesen auf Anhieb als Zweiter. Anschließend wechselte der Bayer in die Italienische Supersport-Meisterschaft.


Ergebnis Supersport-WM, Phillip Island:
Pos Fahrer, Motorrad Zeit/Diff
1 Andrea Locatelli, Yamaha 26:21,914 min
2 Raffaele De Rosa, MV Agusta + 5,817 sec
3 Jules Cluzel, Yamaha + 6,780
4 Corentin Perolari, Yamaha + 11,372
5 Lucas Mahias, Kawasaki + 11,423
6 Hannes Soomer, Yamaha + 15,520
7 Steven Odendaal, Yamaha + 18,697
8 Manuel Gonzalez, Kawasaki + 20,826
9 Federico Fuligni, MV Agusta + 21,823
10 Isaac Viñales, Yamaha + 23,381
11 Can Öncü, Kawasaki + 25,217
12 Danny Webb, Yamaha + 31,700
13 Patrick Hobelsberger, Honda + 38,205
14 Peter Sebestyen, Yamaha + 41,523
15 Andy Verdoïa, Yamaha + 46,929
16 Jaimie van Sikkelerus, Yamaha + 1:02,683 min
17 Loris Cresson, Yamaha + 1:14,262
18 Galang Hendra, Yamaha + 1:32,084

Christoffer Bergman, Yamaha Sturz

Philipp Oettl, Kawasaki Sturz

Hikari Okubo, Honda Sturz

Randy Krummenacher, MV Agusta Sturz

 

Supersport-WM 2020, Stand nach Phillip Island
Pos Fahrer, Motorrad Punkte
1 Andrea Locatelli, Yamaha 25
2 Raffaele De Rosa, MV Agusta 20
3 Jules Cluzel, Yamaha 16
4 Corentin Perolari, Yamaha 13
5 Lucas Mahias, Kawasaki  11
6 Hannes Soomer, Yamaha 10
7 Steven Odendaal, Yamaha 9
8 Manuel Gonzalez, Kawasaki  8
9 Federico Fuligni, MV Agusta 7
10 Isaac Viñales, Yamaha 6
11 Can Öncü, Kawasaki 5
12 Danny Webb, Yamaha 4
13 Patrick Hobelsberger, Honda 3
14 Peter Sebestyen, Yamaha 2
15 Andy Verdoïa, Yamaha 1

Weblinks

siehe auch

weiterlesen

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

Sa. 06.06., 18:15, Motorvision TV
New Zealand Jetsprint Championship
Sa. 06.06., 18:30, Hamburg 1
car port
Sa. 06.06., 18:30, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennis Classic Match French Open Finale 1981 Borg - Lendl
Sa. 06.06., 18:30, Das Erste
Fußball-Bundesliga
Sa. 06.06., 19:00, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennis Classic Match French Open Finale 1983 Noah - Wilander
Sa. 06.06., 19:14, ServusTV Österreich
Servus Sport aktuell
Sa. 06.06., 20:15, Hamburg 1
car port
Sa. 06.06., 20:55, Motorvision TV
All Wheel Drive Safari Challenge
Sa. 06.06., 21:02, Einsfestival
Meine Traumreise nach Marokko
Sa. 06.06., 21:50, Motorvision TV
Icelandic Formula Off-Road
» zum TV-Programm