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Domi Aegerter (Yamaha): Jetzt winkt der zweite Titel

Um Haaresbreite verpasste Weltmeister Dominique Aegerter auf Lombok seinen elften Saisonsieg in der Supersport-Klasse. Der Schweizer aus dem Team Ten Kate Yamaha erklärt, weshalb er nicht alles riskierte.

Supersport-WM

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Domi Aegerter und sein Team Ten Kate Yamaha erleben eine außergewöhnliche Saison. Die Weltmeisterschaft haben sie bereits beim vorletzten Event in Argentinien gewonnen, obwohl der Schweizer in Barcelona wegen der Terminüberschneidung mit MotoE fehlte. In 20 Rennen stand der 31-Jährige 15 Mal auf dem Podium, zehnmal als Sieger.

Viel hat im ersten Rennen auf dem Pertamina Mandalika Circuit in Indonesien nicht gefehlt, dann wäre es der elfte Sieg geworden: Lediglich 0,105 sec Vorsprung konnte Raffaele De Rosa (Orelac Kawasaki) nach einer beeindruckenden Aufholjagd von Aegerter ins Ziel retten.

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Domi durfte zum vierten Mal von Pole-Position starten, der anschließende Rennverlauf war nichts für schwache Nerven. Nach drei Runden fielen die ersten Tropfen, von starkem Regen blieben die Piloten aber verschont. Trotzdem wurde das Feld gewaltig durchgemischt, Aegerter fiel zwischenzeitlich bis auf Platz 7 zurück. Zur Halbzeit der 19 Runden orientierte er sich wieder konsequent nach vorne, mit dem zweiten Platz sorgte Yamahas Nummer 1 dafür, dass Ten Kate in der Teamwertung jetzt 15 Punkte Vorsprung auf Puccetti Kawasaki hat und vor dem zweiten Titelgewinn in dieser Saison steht.

"Ich wollte nichts riskieren", erklärte Aegerter sein anfängliches Zurückfallen SPEEDWEEK.com im persönlichen Gespräch. "Nach dem Regen hat es abgetrocknet, es gab aber immer wieder Tropfen. Und es flogen viele Steine von anderen Fahrern. Meine Frontscheibe war total verschmutzt, ich habe fast nicht mehr durchgesehen. Am Helm habe ich drei Abreißscheiben gebraucht und das Visier war am Schluss auch dreckig. Als es abtrocknete, war ich der schnellste Fahrer im Feld. Wäre das das letzte Rennen gewesen, und gäbe es nicht noch die Team-Meisterschaft zu holen, hätte ich sicher alles riskiert. Ich weiß aber, dass es neben der Ideallinie rutschiger ist, das wäre riskant gewesen. Für uns war wichtig, dass wir auf dem Podium stehen und die 20 Punkte für die Team-Wertung mitnehmen."

Die Supersport-Piloten hatten Glück, während ihres Rennens streiften die Regenwolken die Strecke nur. Eine halbe Stunde nach Rennende schüttete es so stark, dass das erste Superbike-Rennen abgesagt werden musste.

"Ich sehe beim Fahren nur, was auf dem Asphalt ist, und weiß, wie sich das Motorrad anfühlt", erzählte Aegerter, der keine Zeit hatte den Wolkenhimmel zu studieren. "Ich wollte nicht führen, als es regnete, aber auch nicht auf Platz 7 sein. Ich wurde einfach auf der Bremse überholt. Als ich Siebter war habe ich gesagt, dass jetzt fertig ist und ich wieder vorfahren muss."

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Der Schweizer kennt Sieger De Rosa schon lange, der Italiener war 2007 in seinem ersten Jahr in der 125er-WM sein Teamkollege. "Ich gönne es ihm von Herzen", meinte Domi. "Er hatte in seiner Karriere viel Pech mit Stürzen und nicht immer die Topteams. Er und seine ganze Familie sind sehr freundlich, deshalb gratuliere ich ihm zu diesem ersten Sieg. Trotzdem wollte ich gewinnen, das ist mein Ziel. Aber ich habe nicht Kopf und Kragen riskiert."

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