Markus Reiterberger (BMW): «Konnte das kaum glauben»

Von Ivo Schützbach
Superstock-1000-EM
Markus Reiterberger

Markus Reiterberger

Die beiden freien Trainings der Superstock-1000-EM in Brünn beendete Markus Reiterberger am Freitag mit über einer Sekunde Vorsprung auf den Zweiten als Schnellster. SPEEDWEEK.com erklärte er, wie das möglich war.

Da schluckten die Gegner schwer: Schon der Zweitplatzierte Roberto Tamburini (Berclaz BMW) büßte am Freitag 1,170 sec auf die Bestzeit von Markus Reiterberger (2:01,670 min) aus dem Team alpha Racing Van Zon BMW ein. Ab Platz 8 liegen alle Fahrer über 2 sec hinter dem schnellen Deutschen, Teamkollege Jan Bühn wurde Zehnter (+2,5 sec).

«Brünn mochte ich schon immer brutal gerne», erzählte der EM-Führende. «Ich ging davon aus, dass mir die Strecke liegt, sicher war ich mir aber nicht, weil wir eine ziemlich harte Abstimmung fahren. Ich war schon in meiner ersten fliegenden Runde schneller als Jan beim Test hier, obwohl ich einen Fehler machte. Die nächste Runde war 2:01,8 min, das konnte ich kaum glauben. Es fühlte sich zwar schnell an, ich habe aber dort gebremst, wo ich meinte. Das hat gleich gut gepasst, ich fuhr dann mehrere 2:01 min. Bis zur letzten Runde lag ich 1,2 sec vorne, dann hat sich Tamburini etwas verbessert. Das Motorrad funktioniert tadellos, außer an der Federvorspannung haben wir im Training nichts geändert.»

Als sich Reiti 2016 in Misano mehrere Wirbel brach, saß er anschließend in Brünn das erste Mal wieder auf dem Motorrad. 2012 und 2011 fuhr er in Tschechien Superstock, 2007 und 2008 im Red Bull Rookies Cup.

«Wir müssen abwarten», dämpfte Reiti angesichts seiner überlegenen Bestzeit die Erwartungen fürs Wochenende. «Wir haben mit der Abstimmung eine Punktlandung gemacht, es war alles gleich perfekt. Wir können nur noch wenig machen, weil wir schon schnell sind. Ein bisschen verbessern werden wir uns schon noch, aber viel schneller geht es nicht mehr – die anderen werden aufrücken.»

Die Wettervorhersage für Brünn ist übers Wochenende warm und wechselhaft, es soll jeden Tag regnen. Das erste freie Training am Freitagmorgen fand im Nassen statt, da wurde der Bayer mit 2,989 sec Rückstand nur Achter. «Das war natürlich viel zu viel, aber ich habe mich Runde für Runde besser gefühlt», unterstrich der dreifache Deutsche Meister im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ich kann im Regen auch schnell fahren, brauche aber immer ein bisschen, bis ich das richtige Gefühl habe. Ich fuhr im Regen zu weite Bögen in den Kurven, mein Gefühl ist, dass das Bike nicht tief genug war von der Geometrie. Wenn wir das hinbekommen, kann ich auch im Regen härter und tiefer in die Kurven hineinbremsen. Ob das 2,9 sec ausmacht, weiß ich natürlich nicht.»

Reiterberger liegt zur Halbzeit der Superstock-EM an der Spitze, zehn Punkte vor Tamburini und 21 vor Aprilia-Werksfahrer Maximilian Scheib.

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