Brian Moreau bleibt querschnittsgelähmt

Von Thoralf Abgarjan
US-Supercross Lites Ost

Die Befürchtungen sind nun zur Gewissheit geworden: Brian Moreau bleibt nach seinem schweren Supercross-Unfall in Tampa (USA) querschnittsgelähmt. Weitere Hilfsaktionen für den Teenager laufen.

Das Unglück des jungen Franzosen am 15. Februar 2020 in Tampa (USA) gehört zu den größten Tragödien der jüngeren Vergangenheit.

Nach Unfällen mit Verletzungen des Rückenmarksquerschnitts hofft man am Anfang noch auf eine mögliche Erholung der Traumata der Nervenstränge. Je länger die Lähmungserscheinungen andauern, desto geringer sind allerdings auch die Chancen einer Genesung.

Die 'medical crew', die in den USA normalerweise gute und professionelle Arbeit leistet, machte bei in Tampa allerdings keine gute Figur. Sie schafften den schwer verletzten Franzosen ohne Unterlage von der Strecke, setzten ihn mit seinem gebrochenem Wirbel aufrecht in einen ATV und fuhren ihn so aus dem Stadion.

Bereits an der Strecke spürte Moreau seine Beine nicht mehr. Im Krankenhaus wurde ein Bruch des Halswirbels C7 diagnostiziert und sofort operativ fixiert. Dass das Rückenmark betroffen war, stand von Anfang an fest.

Aus der Intensivstation in Tampa kamen zuerst kleine Erfolgsnachrichten. Die erste war, dass die Wirbelsäulen-OP zunächst gut und komplikationsfrei verlief. Einige Tage später wurde gemeldet, der junge Franzose könne Bereiche seines Rückens wieder spüren.

Danach wurde es leider still. Mit jedem Tag ohne Nachrichten wurde klarer: Brian Moreau wird für den Rest seines Lebens querschnittsgelähmt bleiben. Anfang März wurde Moreau schließlich aus den USA zurück nach Frankreich überführt. Mathilde Musquin, die Ehefrau von Marvin Musquin, kümmerte sich während des gesamten US-Aufenthalts um den Teenager. Sie verbrachte nach dem verheerenden Unfall mehrere Tage und Nächte an seinem Krankenbett.

Die amerikanische Stiftung 'Road2recovery' richtete ein Spendenkonto für den jungen Franzosen ein. Der in der Motocross-Szene bekannte deutsche Fotograf Matthias Schwarz hat für 'Road2recovery' in Facebook ein Spendenkonto eingerichtet und auch mit der Unterstützung der Leser von SPEEDWEEK.com bis heute einen Betrag von 2.783 € zur Unterstützung der Familie zusammenbekommen. Die Spendenaktion läuft noch. Moreau hatte sich über viele Kanäle und die sozialen Medien für diese Unterstützung bedankt.

Viele prominente Fahrerpersönlichkeiten (Ken Roczen, Marvin Musquin, Justin Barcia, Malcolm Stewart, Antonio Cairoli, Jeffrey Herlings, Tom Vialle, René Hofer und einige andere Prominente) beteiligen sich derzeit an einer eBay-Auktion und versteigern signierte T-Shirts, Nummerntafeln und andere Souvenirs. Wer schon immer ein signiertes Original-Shirt dieser Stars besitzen wollte, sollte sich dort umschauen. Die Aktion endet am 26. März. Das Beste daren: Alle Einnahmen kommen zu 100% Brian Moreau und seiner Familie zugute.

«2020 wollte ich Großes vollbringen», erklärte Moreau in den sozialen Medien. «Ich war physisch und mental bereit. Bis heute bleibt mir dieser Crash, der mir meine Beweglichkeit genommen hat, ein Rätsel.»

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