WRC

Tag 3: Evans erobert Führung zurück

Von Toni Hoffmann - 25.01.2020 12:05

Elfyn Evans hat bei der Rallye Monte Carlo, dem Saisonstart zur Rallye-Weltmeisterschaft, nach der ersten Samstag-Schleife mit zwei Prüfungen bei Gap die Führung zurückerobert.

Elfyn Evans, bislang mit dem Erfolg in seiner walisischen Heimat erst mit einem Sieg, ist mit dem Wechsel von M-Sport Ford zu Toyota in den französischen Alpen so stark wie sehr selten zuvor. Evans, der am Freitag im Yaris WRC von der der dritten bis zur siebten Prüfung geführt hatte, knüpfte auf der zehnten der 16 Entscheidungen seinem Teamkollegen Sébastien Ogier die Führung wieder ab. Um 4,8 Sekunden verdrängte er den sechsfachen Champion Ogier, der bislang sechs Mal in Folge den WM-Auftakt gewonnen hatte, von der Spitze auf den Ehrenrang.

«Das war ein guter Vormittag. Ich war ruhig und an den meisten Stellen auch vorsichtig. Ich versucht, die Reifen zu schonen und die Spikes nicht zu zerstören. Aber wir mussten, seit unsere Eisspione durch waren, ein wenig improvisieren», meinte voller Stolz Evans. Er gab bislang bei seinem Toyota-Debüt mit der Führung eine starke Vorstellung. Da drängt sich die Frage auf: Saß er bislang mit dem Ford Fiesta WRC im falschen Auto oder was ist der Grund für seine Leistungssteigerung?

«Das Ergebnis ist okay», führte der 47-fache Laufsieger und Vortagessieger Ogier an. «Ich bin froh, dass wir bei diesen tückischen Bedingungen gut durchgekommen sind. Ich hadere etwas mit den Informationen unserer Eisspione.»

Der Vizechampion und letztjährige Monte-Zweite Thierry Neuville fiel im Hyundai i20 WRC beim Kampf um die Spitze leicht ab und rangierte mit einem Rückstand von 16,6 Sekunden auf dem dritten Platz. «Ich bin eigentlich zufrieden. Ich dachte aber unsere Zeit wäre gut, aber dann habe die Zeit der anderen gesehen, so war unsere Zeit nicht gut genug», merkte Neuville an.

Bereits um 1:39,6 Minuten hinter Neuville reihte sich der neunfache Rekord-Weltmeister und siebenmalige Monte-Sieger Sébastien Loeb im zweiten Hyundai i20 WRC auf dem vierten Rang ein. «Ich habe versucht, meine Reifen zu schonen, deswegen war ich zu langsam», gestand Loeb.

Der Saisonauftakt ist nicht so stark besetzt wie früher. Nach dem Ausfall des Titelverteidigers Ott Tänak durch den Unfall im Hyundai i20 WRC am Freitagvormittag sind nur die Positionen bis zum sechsten Platz mit Werkspiloten belegt.

Die beiden ersten Prüfungen hatten einige Eisplatten. Die neunte Prüfung war zu 30% vereist, die zehnte zu 25%. Deswegen wählten fast alle Spikes.

Rallye Monte Carlo - Stand nach der 10. von 16 Prüfungen:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Evans/Martin(GB), Toyota

2:06:38,3

2.

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

+ 4,8

3.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

+ 16,6

4.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

+ 1:56,2

5.

Lappi/Ferm (FIN), Ford

+ 2:31,4

6.

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 2:59,3

7.

Camilli/Buresi (F), Citroën R5

+ 9:10,2

8.

Katsuta/Barritt (J/GB), Toyota

+ 9:49,7

9.

Ciamin/Roche (F), Citroën R5

+ 10:32,4

10.

Östberg/Eriksen (N), Citroën R5

+ 10:52,0

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