Armin Schwarz sucht deutsches WM-Fahrertalent

Von Toni Hoffmann
WRC
Der frühere WM-Werksfahrer Armin Schwarz hat ein Prorgamm entwickelt, um das beste junge Rallye-Talent in seiner deutschen Heimat zu entdecken, wegen COVID-19 muss er seinen Plan auf 2021 verschieben.

Er hatte geplant, eine Ford Fiesta-Serie zum ersten Mal in dieser Saison ausfahren zulassen, wobei der Gewinner als Preis einen Start in der Junior-Weltmeisterchaft gewonnen hätte. Die Corona-Virus-Pandemie hat Schwarz, der in einer langen Karriere bei 119 WM-Läufen als Werksfahrer bei Toyota, Mitsubishi, Ford, Skoda und Hyundai im Einsatz war, zu einem Umdenken gezwungen. Das grüne Licht für seinen Fiesta-Wettbewerb wird nun zu Beginn der nächsten Saison kommen. Der Junior-WM-Sieger wird in einem neuen Ford Fiesta R5, ausgerüstet mit einem Reifen- und Kraftstoffkontingent, in der folgenden Saison in der WRC3-Meisterschaft antreten. Der Erfolg in der von Schwarz geplanten Serie könnte der erste Schritt für einen außergewöhnlichen Karriereschub sein.

M-Sport Junior Rally Trophy Deutschland

«Ich habe mit Malcolm (Anm. Wilson, M-Sport-Geschäftsführer) zusammengearbeitet, um die M-Sport Junior Rally Trophy Deutschland zu erstellen. Wir waren bereit für diese Saison, aber dann kam das Corona-Virus», sagte Schwarz. «Wir haben dann das Vorhaben gestoppt und beschlossen, das nächstes Jahr zu machen, aber wir sind bereit, morgen den Knopf zu drücken, wenn wir müssen.»

Die Trophy umfasst drei Runden der deutschen Meisterschaft und drei kleinere Veranstaltungen. Der Gewinner erhält Anleitung und Training für die Junior-WM-Runden, in denen er in der folgenden Saison antreten wird.

«Es ist wirklich wichtig, jetzt positive Nachrichten zu senden», führte Schwarz weiter aus, «und das ist etwas wirklich Positives für Deutschland. Die Junior-Rallye-WM ist ein großartiger Ort, um an Wettkämpfen teilzunehmen, und wir alle wissen, dass Malcolm bei M-Sport eine unglaubliche Pyramide hat, in der man die Autos von der Rallye 5 bis zum so genannten World Rally Car fahren können.»

«Wir möchten ein zwei- oder dreijähriges Programm erstellen, um den Fahrer vorwärts zu bringen, und die Simulationsarbeit, die ihm hilft, in die Junior WRC einzusteigen, ist ebenfalls sehr wichtig. Es kann für einen Fahrer schwierig sein, zum ersten Mal zu einer ausländischen Veranstaltung zu fahren. Alles, was wir tun können, um ihnen beim Erlernen der Landschaft zu helfen, ist gut», fügte er hinzu.

Schon 2004 war Schwarz bei der Talentsuche zusammen mit Red Bull beteiligt. Walter Röhrl, Raimund Baumschlager und Armin Schwarz, die im Rahmen der Red Bull Rallye Driver Search die beiden aus mehr als 300 Bewerbern herausgefiltert hatten, haben sich damals offensichtlich mit Andreas Aigner und Qurin Müller nicht getäuscht.

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