Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Monte: Doppelspitze für Toyota, Ogier führt

Von Toni Hoffmann
Der siebenfache Champion Sébastien Ogier rückt am zweiten Tag der 89. Rallye Monte Carlo, dem Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft, mit der Führung in seiner Heimatregion die Machtverhältnisse wieder zurecht.

Sébastien Ogier kehrte am Freitagvormittag als Führender bei der Rallye Monte Carlo wieder in den zentralen Service in seiner Heimatstadt Gap zurück. Nach fünf der 14 Prüfungen lag der Titelverteidiger im Toyota Yaris WRC 11,3 Sekunden vor seinem Teamkollegen und Vizechampion Elfyn Evans.

«Ich hatte eine gute Runde. Diese war nicht einfach mit viel Schotter auf der Straße, aber wir waren viel sicherer als gestern. Bremsen zu haben ist definitiv hilfreich», erklärte Ogier, der bislang die «Königin der Rallyes» siebenmal gewonnen hat.

Evans schrieb die Führung von Ogier dessen Ortskenntnis zu: «Ich denke, es ist wahrscheinlich eine Etappe, die Sébastien in dieser Region gut kennt. Wir waren im Grunde etwas auf dem glänzenden Teer zu vorsichtig, also nicht großartig.»

Ott Tänak, der im Hyundai i20 WRC den Donnerstag als Leader beendet hatte, sprengte auf der fünften Entscheidung das Toyota-Trio an der Spitze und zog um 3,4 Sekunden an Kalle Rovanperä (Toyota Yaris WRC) zum dritten Rang (+ 24,8) vorbei. «Wir hatten heute einige Aha-Momente, ich kann also nicht zufrieden sein», meinte Tänak, der auf der letzten Prüfung in einer Rechtskurve viel zu weit außen war und fast abgeflogen wäre.

Rovanperä konnte sich am Morgen nach der ersten Freitag-Entscheidung über seine erste Führung in der WM freuen. Wegen einer Minute Nachzeit kassierte er zehn Strafsekunden und musste Ogier die Führung überlassen. «Ich weiß nicht so recht. Es war wirklich schmutzig und die Jungs vorne haben eine viel sauberere Straße. In dieser Prüfung gab es viele Stellen mit mehr Schotter auf der Straße. Daher konnte ich nicht so recht pushen», war der Kommentar von Rovanperä.

Der Vorjahressieger Thierry Neuville und sein neuer Beifahrer Martijn Wydaeghe konnten sich bislang im zweiten Hyundai i20 WRC noch nicht ins rechte Licht setzen. Sie rangierten mit einem Rückstand von bereits 1:02,7 Minuten auf dem fünften Platz. Doch der Ostbelgier Neuville wusste warum:  «Ich habe Schneereifen am Auto. Außerdem konnte meine Schottercrew in der vierten Prüfung nicht auf die Strecke, weil sie einen Zwischenfall auf dem Straßenabschnitt hatte, was bedeutete, dass ich keine Korrekturen für unsere Streckennoten hatte.»

Andreas Mikkelsen hat im vom deutschen Toksport-Team eingesetzten Skoda Fabia Rally2 als Gesamtsiebter die WRC2-Wertung unter Kontrolle. 23,8 Sekunden lag er vor Adrien Fourmaux im Ford Fiesta MKII von M-Sport. Fourmaux war damit nach dem Ausfall von Teemu Suninen auf der ersten Prüfung der beste Fiesta-Pilot. Gus Greensmith, der im Ford Fiesta WRC eine komplette Saison für M-Sport bestreitet, rangierte etwas abgeschlagen auf dem elften Platz (+ 4.14,7).

Bislang waren die fünf absolvierten Prüfungen größtenteils schnee- und eisfrei.

Die erste von drei Etappen der 89. Rallye Monte Carlo endet gegen 16:15 Uhr nach sieben von 14 Prüfungen in der französischen Alpenstadt Gap. Die zweite Etappe am Samstag führt nach dem Start um 05:18 Uhr in Gap über drei Prüfungen (= 57,10 km) nach Monaco mit der Ankunft ab 16:08 Uhr.

Reifenwahl (Pirelli):

Ogier, Evans, Rovanperä, Tänak, Katsuta, Loubet: 4 x super soft, 2 x Spikes
Neuville, Sordo: 3 c super soft, 3 x Spikes
Greensmith: 4 x soft, 2 x Spikes 

                                                               

 

Stand nach 5 von 14 Prüfungen:

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Zeit/Differenz

1

Ogier/Ingrassia (F), Toyota

1:05:47,5

2

Evans/Martin (GB), Toyota

+ 11,3

3

Tänak/Järveoja (EE), Hyundai

+ 24,8

4

Rovanperä/Halttunen (FIN), Toyota

+ 28,2

5

Neuville/Wydaeghe (B), Hyundai

+ 1:02,7

6

Sordo/Del Barrio (E), Hyundai

+ 2:05.0

7

Mikkelsen/Floene (N), Skoda

+ 3:32,1

8

Fourmaux/Jamoul (F/B), Ford MKII

+ 3:55,9

9

Loubet/Landais (F), Hyundai

+ 4:03,7

10

Katsuta/Barritt (JP/GB), Toyota

+ 4:07,1

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