Latvala/Toyota spielt Unfall von Rovanperä herrunter

Von Toni Hoffmann
WRC
Kalle Rovanperä durfte sich beim dritten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) in Kroatien nur ein paar Minuten als jüngster Tabellenführer in der Chronik freuen, dann war es nach einen Unfall vorbei.

Rovanperä rollte sich im Toyota Yaris WRC nach nur 5,6 km in der ersten Prüfung aus der ersten Asphaltrallye und beendete damit seinen ersten Einsatz als Führender der Fahrerwertung der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft. Das bedeutet aber für den erst 20-jährigen Finnen eine Nullrunde, die ihn auf den fünften Platz fallen ließ, 22 Punkte hinter seinem Teamkollegen und Serienführer Sébastien Ogier.

Die gute Seite: Der fünfte Rang in der Meisterschaft bedeutet auch die fünfte Startposition bei der ersten Schotterrallye 2021 an Pfingsten (20. – 23. Mai) in Portugal. So sieht es auch sein Teamchef Jari-Matti Latvala.

«Das ist die gute Seite», sagte Latvala. «Er wird eine gute Straßenposition haben, wenn wir in Portugal und für die folgenden Schotterrallyes.»

Nach der Rallye wird die Straßenposition bei der fünften Station auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien noch wichtiger. Die in Olbia ansässige Rallye Italien Sardinien (03. - o6. Juni) ist immer eine der härtesten Runden der Serie für die ersten Fahrer in der Startreihenfolge, die den reichlich losen Kies beiseite fegen, um für eine sauberere Linie und mehr Grip für die folgenden zu sorgen.

«Kalle hat den Speed», sagte Latvala, «das wissen wir und wir sehen das. Was er nicht so sehr hat, ist Erfahrung und Zeit im World Rally Car. Er war wahrscheinlich ein bisschen zu schnell für das Niveau von der neuen Erfahrung, die er unter diesen Bedingungen gemacht hat. Trotzdem denke ich, dass er dafür in Kroatien einen hohen Preis bezahlt hat. Aber jeder weiß, das ist Rallye. Für das Team sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis des Events und jetzt gehen wir weiter zum nächsten.»

Toyota erzielte beim kroatischen Foto-Finish mit Sébastien Ogier und Elfyn Evans einen Doppelsieg, es war bei nur 6/10-Vorsprung die drittknappste Entscheidung in der Meisterschaft nach Jordanien und Neuseeland.

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