Toyota peilt ersten Sardinien-Sieg mit dem Yaris an

Von Toni Hoffmann
WRC
Für Toyota, Tabellenführer in der Herstellerwertung, ist Sardinien, Schauplatz des fünften Laufes zur Rallye-Weltmeisterschaft, immer noch ein weißer Fleck auf der Siegerkarte des Yaris WRC, das soll sich jetzt ändern.

Toyota und Sébastien Ogier reisen als Leader in ihren Wertungen zur zweiten Schotterrallye des Jahres beim fünften Saisonlauf auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien. Mit dem Schwung des Sieges von Elfyn Evans an Pfingsten in Portugal möchte die Mannschaft unter Jari-Matti Latvala ihre Position stärken und endlich den ersten Italien-Triumph des Yaris WRC holen. In der Fahrerwertung ist es eine spannende Kiste. Der siebenmalige Weltmeister Sébastien Ogier, der 2015 dort im VW Polo R WRC zuletzt gewonnen hatte, führt in der Fahrerwertung nach vier von zwölf Läufen nur zwei Punkte vor dem Vizechampion Evans, der aber 20 Zähler vor dem Hyundai-Piloten Thierry Neuville liegt.

Die Rallye Italien Sardinien kehrt dieses Jahr zu ihrem traditionellen Juni-Termin zurück, nachdem die Ausgabe 2020 auf den Herbst verschoben wurde. Dies sollte eine Rückkehr zu einigen der höchsten Temperaturen der gesamten Saison bedeuten, die in Kombination mit rauen Straßen die Veranstaltung für Autos und Reifen besonders hart machen können. Die Prüfungen sind schnell, aber eng und gesäumt von Büschen, Bäumen und Felsen, was es auch für die Fahrer schwierig macht. Der Servicepark zieht nach sieben Jahren in Alghero an der Westküste zurück nach Olbia im Nordosten der Insel. Alghero richtet aber am Donnerstagabend noch den Start der Rallye aus.

Teamchef Jari-Matti Latvala: «Wir hatten ein fantastisches Ergebnis in Portugal und das gibt uns ein gutes Gefühl für die nächste Schotter-Rallye auf Sardinien. Wir müssen auch realistisch sein, wenn wir zu dieser Veranstaltung gehen. Sébastien und Elfyn werden am ersten Tag die ersten beiden Fahrer auf der Straße sein, und dies ist normalerweise eine der schwierigsten Rallyes in Bezug auf die Straßenreinigung, besonders jetzt, wo wir wieder im Sommer dort fahren. Aber wir haben uns nach einem schwierigen Start in Portugal gut erkämpft und werden auch in Sardinien versuchen, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen. Wir wissen, dass es eine große Herausforderung wird, aber darum geht es beim Rallyesport.»

Sébastien Ogier: «Ich bin mir sicher, dass Sardinien für uns eine weitere anspruchsvolle Rallye wird, zumal wir wieder als erstes Fahrzeug auf den Schotter müssen. Aber ehrlich gesagt bin ich froh, die Meisterschaft anzuführen: Ich versuche immer, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, und das wird auch auf Sardinien das Ziel sein. Das Ergebnis in Portugal war positiv, auch wenn ich mit unserer Pace nicht so zufrieden war. Aber es war das erste Mal, dass wir mit den neuen Reifen auf Schotter gefahren sind, und hoffentlich können wir, wenn wir ein bisschen mehr Verständnis mit ihnen gewinnen, sehen, wie wir bei diesem nächsten Event bereits mehr Leistung herausholen können.“

Elfyn Evans: «Portugal war natürlich ein tolles Ergebnis für uns. Wir haben das ganze Wochenende über gute Fortschritte bei der Fahrzeugabstimmung und unserem Verständnis der Reifen gemacht, aber obwohl es eine ziemlich enge Situation ist, haben wir wahrscheinlich alle ein paar Ideen, wie wir das Paket für Sardinien verbessern können. Angesichts unserer Startsituation wird es kein einfaches Wochenende, und das könnte ein größerer Nachteil sein als im Oktober letzten Jahres, wenn wir wie erwartet warme und trockene Bedingungen haben, aber wir werden unser Bestes geben immer."

Kalle Rovanperä: «Nach Portugal hoffe ich sehr, dass wir in Sardinien eine bessere Rallye haben können. Die Prüfungen dort sind ziemlich anspruchsvoll und ich bin mir nicht sicher, ob sie so gut zu meinem Stil passen, obwohl ich dort 2019 die WRC2 gewonnen habe. Letztes Jahr war es für uns ein ziemlich kniffliger Event, aber ich möchte mich dort wirklich verbessern und etwas besseres Tempo zeigen. Ich habe die Prüfungen bei der Vorbereitung schon ziemlich gut studiert. In Portugal hatte ich beim ersten Durchgang große Probleme, als der Grip geringer war, aber wir haben den Sonntag genutzt, um verschiedene Setups für Sardinien zu testen und hoffentlich können wir das dort Gelernte anwenden.“

 

Fahrer-WM nach 4 von 12 Läufen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Punkte

1

Sébastien Ogier (F), Toyota

79

2

Elfyn Evans (GB), Toyota

77

2

Thierry Neuville (B), Hyundai

57

4

Ott Tänak (EE), Hyundai

45

5

Kalle Rovanperä (FIN), Toyota

41

6

Takamoto Katsuta (JP), Toyota

36

7

Dani Sordo (E), Hyundai

29

8

Craig Breen (IRL), Hyundai

24

9

Gus Greensmith (GB), Ford

22

10

Adrien Fourmaux (F), Ford

20

                                                                                 

 

Hersteller-WM nach 4 von 12 Läufen

 

Pos.

Team/Nat/Fahrzeug

Punkte

1

Toyota Gazoo Racing WRT

183

2

Hyundai Shell Mobis WRT

146

3

M-Sport Ford WRT

64

4

Hyundai 2C Competition

28

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