Robert Kubica: «Haben einen hohen Preis gezahlt»

Von Andreas Reiners
DTM
Robert Kubica

Robert Kubica

Die Rookie-Saison lief für Robert Kubica lange nicht nach Plan, er hatte mit dem BMW-Kundenteam mit vielen Problemen zu kämpfen. Nach dem Finale zog er Bilanz.

Dsa Kapitel DTM ist für Robert Kubica beendet, er hatte bereits vor dem Finale erklärt, dass die neue GT3-Ära eher nichts für ihn ist. Sein Debütjahr mit dem BMW-Kundenteam ART war lange schwierig, am vorletzten Rennwochenende in Zolder schaffte er mit Platz drei gewissermaßen ein Happy End.

In Hockenheim legte er mit einem achten Platz noch einmal nach. Unter dem Strich stehen nach den 18 Rennen für ihn 20 Punkte, mit denen er Gesamt-15. wurde.

Robert Kubica über...

...einen emotionalen Sonntag: «Vielleicht liegt es daran, dass man älter wird, dass man eher emotional wird als in jüngeren Jahren. Gerade vor dem Start zum Rennen, wenn man normalerweise total fokussiert ist, hatte ich einen sehr emotionalen Moment. Dieses Auto, das vor mir stand, dieser leistungsstarke Tourenwagen, erzeugte in mir eine ganz besondere Stimmung. Es war anders als sonst, denn ich wusste: Ich würde jetzt zum letzten Mal in dieses schöne Cockpit hineinsteigen, und dann würde ich die letzten Runden mit diesem BMW fahren. Das Ende einer Ära! Für mich ist es das Ende einer Zeit, die nicht so früh enden sollte. Das Projekt war eigentlich auf zwei Jahre angelegt.»

...die Saison: «Wir haben einen hohen Preis gezahlt. Es war zeitweise sehr schmerzhaft, als Rookie in der DTM zu bestehen. Das haben wir gewusst, aber wir hatten es uns nicht ganz so schwierig vorgestellt. Das Warum und Wieso spielt heute keine Rolle mehr. Wichtig ist, dass wir uns verbessert haben, dass wir nie aufgegeben haben, dass wir am Ende mitkämpfen konnten.“ Und weiter: „Ich habe sehr gemischte Gefühle. Einerseits war es ein enttäuschendes Jahr, andererseits hatten wir am Ende ein gutes Paket. Nürburgring, Zolder und Hockenheim waren gute Rennen, leider mit zwei technisch bedingten Ausfällen, weshalb das letztlich gute Bild etwas verschwommen wirkt.»

....Parallelen zur Formel 1: «Am Sonntag war es ähnlich wie vor einem Jahr beim Formel-1-Finale. Da erging es mir ähnlich, weil ich wusste, dass es wohl mein letztes Formel-1-Rennen sein würde. Und jetzt war es mein letztes Rennen mit einem Class-1-Tourenwagen. Das löst eine gewisse Wehmut aus. Diese DTM-Tourenwagen sind absolut tolle Rennwagen, die jeden Fahrer begeistern. Es ist extrem schade, dass diese DTM-Autos nun in die Garage oder ins Museum geschoben werden.»

...seine Pläne: «Die Saison als Fahrer in der DTM ist vorbei, jetzt fokussiere ich mich auf das nächste Jahr. Mal schauen, was möglich und machbar ist.»

...Erfahrungen und Dankbarkeit: «Es war eine gute, wertvolle Erfahrung auf und neben der Rennstrecke. Gerade aus schwierigen Situationen lernt man mehr, als Fahrer und in der Zusammenarbeit mit dem Team. Dafür bin ich sehr dankbar. Und auch an dieser Stelle möchte ich allen danken, die involviert waren und die mich unterstützt haben – meine Partner, BMW und das Team ART sowie alle Medien-Vertreter, die mein DTM-Engagement begleitet haben, und natürlich meine treuen Fans.»


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