Juncadella: Man kann zur DTM nicht nein sagen

Von Andreas Reiners
DTM
Motiviert in die DTM: Daniel Juncadella

Motiviert in die DTM: Daniel Juncadella

Für Daniel Juncadella war die DTM eines seiner Ziele. Der 21-Jährige fährt in der neuen Saison für Mercedes, sieht die DTM aber nicht als Sprungbrett für die Formel 1.

Für den neuen Mercedes-Piloten Daniel Juncadella ist die DTM mehr als ein Sprungbrett. «Seit dem Ende der Saison war die DTM eines meiner Ziele. Man kann zur DTM nicht nein sagen. Möglicherweise ist sie ein Sprungbrett für die Formel 1, aber ich kann mir auch vorstellen, für den Rest meiner Karriere dort zu fahren», sagte der Spanier im Interview der «AS». Der 21-Jährige verriet zudem, dass er seinen Vertrag bei Mercedes bereits im Dezember unterschrieben hatte.

Juncadella war erst am vergangenen Mittwoch als Fahrer für die neue Saison von Mercedes offiziell vorgestellt worden. Gleichzeitig hatte der frühere Formel-1-Pilot Robert Kubica Mercedes abgesagt. Die Entscheidung des Polen, weiter Rallye zu fahren, habe aber nichts mit ihm zu tun gehabt, sagte Juncadella.

Juncadella, Champion der Formel-3-Euroserie, gehört bei den Stuttgartern neben Roberto Merhi, Christian Vietoris und Robert Wickens zum vierköpfigen Nachwuchsteam. «Mein besonderer Dank gilt Mercedes-Benz, ohne deren Nachwuchsprogramm und Förderung meine Erfolge in den vergangenen Jahren - und damit auch mein Aufstieg in die DTM - nicht möglich gewesen wären. Jetzt werde ich alles geben, um das in mich gesetzte Vertrauen weiterhin zu rechtfertigen», hatte Juncadella erklärt.

Gehalt statt Sponsoren

Seine Entscheidung gegen den Aufstieg in die GP2 hatte zwar keine finanziellen Gründe. Trotzdem hat sich seine Situation verändert. «Bis jetzt war ich in Serien, wo man Sponsoren beschaffen oder selbst zahlen musste. Jetzt bekomme ich ein Gehalt», sagte Juncadella. Die Formel 1 wird Juncadella aber trotzdem nicht aus den Augen verlieren. Natürlich würde er in einem Formel-1-Team gerne eine Rolle spielen, möglicherweise als Testfahrer, gab er zu. «Die DTM ist aber sehr professionell und die Verantwortlichen wollen, dass man sich darauf konzentriert. Paul di Resta hat immerhin fünf Jahre für seinen Aufstieg gebraucht», sagte Juncadella.

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