Motobox Kremer: In Sepang knapp an den Punkten vorbei

Von Tim Althof
Die Yamaha R1 von Motobox Kremer wird in Le Mans durch das neue Modell ausgetauscht

Die Yamaha R1 von Motobox Kremer wird in Le Mans durch das neue Modell ausgetauscht

Das Team Motobox Kremer Racing fuhr beim Endurance-WM-Lauf in Sepang am vergangenen Samstag auf Platz 28. Neu im Team und erstmals auf der Yamaha R1 war der aktuelle IDM Superstock 600-Meister Stefan Ströhlein.

Manfred Kremer und Georg Haas bilden gemeinsam die Spitze des privaten Motobox Kremer Racing-Teams aus Deutschland. In der vergangenen Woche nahm die Mannschaft die lange Reise in das entfernte Malaysia auf sich, wo am Samstag in Sepang erstmals ein Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Das Yamaha-Team startete mit Stefan Ströhlein und den beiden französischen Piloten Gregory Ortiz und Geoffroy Dehaye beim Acht-Stunden-Rennen.

Während der Trainings am Mittwoch und Donnerstag, wo es vor allem darum ging, die neue Rennstrecke kennenzulernen und das Set-up der Yamaha R1 auf die Piloten anzupassen, wurde schnell klar, dass die Fahrerwahl goldrichtig war. «Die Verpflichtung von Stefan war ein richtiger Glücksgriff», erklärte Georg Haas. «Er fühlte sich von Beginn an sehr wohl auf der für ihn neuen Yamaha R1 und er beeindruckte das gesamte Team mit seiner präzisen Arbeitsweise. Auch die Reifen von Pirelli, die speziell für extreme Hitze produziert wurden, funktionierten gleich sehr gut»

Am Renntag bestimmte das Wetter den gesamten Ablauf. Weil es zur Startzeit am Sepang Interantional Circuit sehr stark regnete, war zunächst nicht an ein Rennen zu denken. Nach stundenlanger Unterbrechung und einer wenig sinnvollen Safety-Car-Phase, startete das Rennen mit einigen Stunden Verspätung am Abend bei besseren Bedingungen. Da das Rennen planmäßig abgewunken wurde, verkürzte sich die Fahrzeit auf knapp drei Stunden, zum Nachteil für Privatteams, wie das Motobox Kremer-Team.

Von Startplatz 40 ging die Truppe mit Startfahrer Gregory Ortiz ins Rennen von Sepang. Schritt für Schritt, unter anderem durch gute Boxenstopps, arbeitete sich das Yamaha-Team voran, nur um am Ende mit Gesamtrang 28 und Platz 21 in der EWC-Wertung die Punkteränge knapp zu verpassen. Im April startet das Team beim dritten Saisonrennen der Endurance-WM in Le Mans, mit dem Ziel die Punkteränge wieder zu erreichen, dann aber mit neuem Material. «Die aktuellen Bikes stehen zum Verkauf und die 2020er-Variante der Yamaha R1 kommt in Le Mans zum Einsatz», berichtete Haas nach dem Rennen in Sepang.

Auch der Neuling im Team, Stefan Ströhlein war mit seinem ersten Einsatz in der EWC zufrieden. «Erstmals außerhalb Europas ein Rennen zu bestreiten, war etwas ganz Besonderes. Die Trainings am Mittwoch waren sehr wichtig, weil die Strecke, das Bike und das extreme Klima neu für mich waren. Das Motorrad hatte bereits eine sehr gute Basis und auch die Stimmung im Team war herausragend. Leider war das Rennen durch die Wetterbedingungen sehr kurz, was sich aber leider nicht ändern lässt. Ich möchte mich beim Team Motobox Kremer von Manfred Kremer und Georg Haas für diese Möglichkeit bedanken und wünsche dem Team weiterhin viel Erfolg.»

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