Endurance-WM

ERC Endurance Ducati: «Fühlt sich wie ein Sieg an»

Von Tim Althof - 16.12.2019 19:32

Das deutsche Team ERC Endurance startete beim Langstrecken-WM-Lauf in Sepang erstmals mit der neuen Ducati Panigale V4R und die Mannschaft um Uwe Reinhardt überzeugte gleich bei der Premiere mit Rang 10.

Erstmals wurde am vergangenen Wochenende ein Acht-Stunden-Rennen der Endurance-WM auf dem Sepang International Circuit ausgetragen und gleichzeitig landete erstmals eine Ducati in dieser Meisterschaft in den Top-10. ERC Endurance fuhr mit Randy de Puniet, Ondrej Jezek und Louis Rossi auf den zehnten Rang im stark verkürzten Rennen und verbuchte 12 WM-Zähler für die Gesamtwertung. «Ein zehnter Platz beim Debüt mit der Ducati, von solch einem Ergebnis konnten wir vor ein paar Tagen nur träumen», freute sich Teamchef Uwe Reinhardt nach dem Rennen.

Erst kurz vor der zweiten Saisonstation der Langstrecken-WM gab das Team den Wechsel zum italienischen Fabrikat bekannt. Beim Saisonstart in Le Castellet war ERC noch mit einer BMW S1000RR unterwegs. Die Mannschaft aus Deutschland holte den dritten Rang im Rennen, wurde aber nachträglich disqualifiziert, weil der Tank als regelwidrig eingestuft wurde. Schon während den Trainings und Qualifyings in Sepang zeigte sich das Potenzial der Ducati Panigale und man sicherte sich den siebten Startplatz.

Weil der Start am Samstag wegen starken Regenfällen zeitweise verschoben und das Rennen unterbrochen wurde, betrug die reine Fahrzeit am Ende nur rund drei Stunden. Doch trotz der schwierigen Bedingungen behielten die Piloten die Nerven und sicherten dem Team mit einer tadellosen Leistung den zehnten Rang. «Wegen der schwierigen Verhältnisse sind wir sehr vorsichtig an das Rennen gegangen, denn es gab mehr zu verlieren als zu gewinnen», erklärte der ehemalige MotoGP-Pilot Randy de Puniet. «Am Ende unter den besten Zehn zu landen, fühlt sich für dieses junge und aufregende Projekt wie ein Sieg an.»

Auch der ehemalige Moto3-Sieger Louis Rossi war nach dem Wochenende in Malaysia sehr zufrieden mit dem Ergebnis. «Nach dem Bol d’Or ein weiteres schwieriges und kompliziertes Rennen, in dem wir aber einen hervorragenden zehnten Platz herausholen konnten. Für Ducati war es das beste Ergebnis in der Geschichte der Langstrecken-WM. Es war eine fantastische Woche und ich bin sehr stolz darauf, in dieses großartige Projekt eingebunden zu sein.»

«Wir wussten alle, dass das Wochenende anstrengend und herausfordernd sein wird. Für mich ist es eine große Ehre, ein Teil dieses Teams zu sein», erklärte der dritte Pilot von ERC Endurance, Ondrej Jezek aus Tschechien. «Das Rennen selbst war sehr schwierig und wie man bei vielen anderen Teams gesehen hat, war es sehr einfach, Fehler zu machen. Ich ziehe meinen Hut vor allen Beteiligten vom Team ERC Endurance Ducati und vor meinen Teamkollegen, dass wir alles fehlerfrei gemeistert haben. Mit einer guten Basis können wir voller Vorfreude auf das nächste Rennen in Le Mans schauen.»

Auch Teamchef Uwe Reinhard konnte dem Wochenende in Sepang viel Positives abgewinnen. «Welch ein perfekter Start für solch ein aufregendes Projekt. Ondrej, Randy und Louis haben auf der Strecke sehr gute Arbeit geleistet, gerade bei diesen schwierigen Bedingungen. Doch auch im Qualifying und während der trockenen Sessions beeindruckten sie uns, gerade wenn man bedenkt, wie neu das Ganze für alle ist und dass wir den Einzug in das Top-10-Trial geschafft haben. Insgesamt können wir sehr glücklich sein, wie das gesamte Wochenende verlaufen ist. Ich möchte dem kompletten Team, Ducati und Barni-Racing danken und allen anderen, die involviert sind.»

Ondrej Jezek auf der Ducati vom Team ERC Endurance © ERC Endurance Ondrej Jezek auf der Ducati vom Team ERC Endurance Randy de Puniet im strömenden Regen von Sepang © ERC Endurance Randy de Puniet im strömenden Regen von Sepang Louis Rossi © ERC Endurance Louis Rossi

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