Formel 1: Reaktion auf Sabotage-Vorwurf

Rea stürzte beim EWC-Comeback: Emotionale Momente

Von Tim Althof
Gino Rea

Gino Rea

Nach dem schweren Unfall von Gino Rea 2022 beim Endurance-WM-Lauf in Suzuka feierte er auf Honda sein Comeback in Le Mans 2024. Der Engländer überzeugte zwar nicht mit Ergebnissen, aber die Emotionen waren großartig.

Im Acht-Stunden-Rennen in Suzuka 2022 stürzte der damals 32-Jährige schwer in der letzten Schikane. Dabei zog sich Rea schwerwiegende Verletzungen (Schädel-Hirn-Trauma, Knochenbrüche im Nacken, ein gebrochenes Schlüsselbein und einen Rippenbruch) zu und musste viele Wochen zur Rehabilitation in Japan verbleiben.

Acht Monate nach dem schrecklichen Wochenende in Suzuka kehrte Rea letztes Jahr in Le Mans mit einer serienmäßigen Honda Fireblade zurück auf die Rennstrecke. Unter tobendem Applaus der Zuschauer, Fahrer und Teams drehte er eine Ehrenrunde auf dem Circuit Bugatti.

Nur ein Jahr später startete der Engländer in sein erstes Rennen nach der Verletzung. Mit dem Team Wojcik ging Rea in das 24-Stunden-Rennen. Gemeinsam mit Kevin Manfredi, Danny Webb und Sheridan Morais kämpfte Rea um die Top-15 auf der 4,1 km langen Piste. Doch insgesamt drei Stürze und anschließende technische Probleme verwehrten dem polnischen Team ein gutes Ergebnis. Die Honda wurde zwar über den Zielstrich gefahren, doch mit 418 Runden Rückstand auf Sieger Yoshimura SERT Motul (Black, Masson, Linfoot) ging das Ergebnis nicht in die Wertung.

Dennoch war die Rückkehr von Gino Rea von großen Emotionen begleitet. «Insgesamt war es ein positives Comeback, denn ich habe mich sehr gut gefühlt. Mein Kopf spielte mit, ich bin gut gefahren und ich hatte eine Pace, die in Ordnung war», betonte der Honda-Pilot. «Leider bin ich auf der ersten Runde gestürzt. Das war komplett unerwartet und ich hatte ein Problem mit meiner Bremse in dieser Runde. Ich habe in jeder Runde versucht, das einzustellen, aber das Gefühl war nicht sehr gut.»

Abschließend schickte Rea Grüße an seine Unterstützer und die EWC-Fans: «Vielen Dank an alle, die mich unterstütz haben während meiner Rehabilitation und dem gesamten langen Weg. Ohne euch, wäre ich an diesem Wochenende nicht hier gewesen.»

Ergebnis 24h Le Mans (21. April):

1. Yoshimura SERT Motul (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000, 857 Runden
2. BMW Motorrad World Endurance (Reiterberger, Mikhalchik, Guintoli), BMW M1000RR, + 1 Runde
3. YART - Yamaha (Canepa, Fritz, Hanika), Yamaha YZF-R1, + 5
4. Kawasaki Webike Trickstar (Leblanc, Ramos, Gamarino), Kawasaki ZX-10R, + 13
5. National Motos Honda (S. Suchet, V. Suchet, Raymond), Honda CBR1000 RR-R (SST), + 17
6. Tati Team Beringer (Clere, Krummenacher, Perolari), Honda CBR1000 RR-R, + 18
7. Team Bolliger Switzerland (Thöni, Romero Barbosa, Toledo Romero), Kawasaki ZX-10R, + 20
8. BMRT 3D Maxxers (Pilot, Hardt, Cresson), Kawasaki ZX-10R, + 21
9. Chromeburner RAC-41 (Lesch, Tessels, Raffin, Renaudin), Honda CBR1000 RR-R (SST), + 22
10. Motobox Kremer Racing (Vincon, Rubin, Fetz), Yamaha YZF-R1, + 32
11. 3ART Best of Bike (Vietti-Ramus, Kemmer, Watanuki, Pot), Yamaha YZF-R1 (SST), + 45

Ferner:
17. Metiss-JBB (Pons, Schmidt, Rizza, Akroyd), Metiss (EXP), + 68

Ausgeschieden:
F.C.C. TSR Honda (Hook, di Meglio, Techer), Honda CBR1000 RR-R
Tecmas MRP BMW (Foray, Bühn, Arbel, Soomer), BMW M1000RR (SST)
Mana-Au Competition (Trueb, Miralles Gonzalez, Palomares), Honda CBR1000 RR-R
Maco Racing (Meltzer, Choy, Ishizuka), Yamaha YZF-R1
Honda No Limits (Nigon, Gabellini, Steinmayr, Masbou), Honda CBR1000 RR-R (SST)
Honda Viltais Racing (Alt, Odendaal, Mercado), Honda CBR1000 RR-R

WM-Stand nach 1 von 4 Rennen:

1. Yoshimura SERT Motul, 61 Punkte
2. YART - Yamaha, 52
3. BMW Motorrad World Endurance, 51
4. Kawasaki Webike Trickstar, 39
5. Tati Team Beringer, 33
6. Bolliger Switzerland, 28
7. BMRT 3D Maxxers, 24
8. Motobox Kremer, 20
9. KM99, 18
10. Wojcik Honda, 12
11. F.C.C. TSR Honda, 5
12. Viltais Honda, 2
13. Maco Racing, 1

Markenwertung nach 1 von 4 Rennen:

1. Yamaha, 43 Punkte
2. Kawasaki, 43
3. Suzuki, 40
4. BMW, 33
5. Honda, 32

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