Formel 1

Sergio Pérez: «Das war respektlos von Ricciardo»

Von - 03.08.2019 19:00

Sergio Pérez stand der Ärger über Daniel Ricciardo ins Gesicht geschrieben, als er nach dem Qualifying auf dem Hungaroring vor die TV-Kameras trat. Der Mexikaner ärgerte sich: «Er hat seine und meine Runde ruiniert.»

Sowohl für Sergio Pérez als auch für Daniel Ricciardo dauerte das Abschlusstraining auf dem Hungaroring nur 18 Minuten, denn beide GP-Stars gehörten im zwölften Qualifying der Saison zur ersten Verlierergruppe. Das lag nicht zuletzt an einer Szene, die sich kurz vor dem letzten schnellen Versuch der Beiden ereignete.

Ricciardo, der von seinem Renault-Team zu einem ungünstigen Zeitpunkt losgeschickt worden war, traf zum Ende seiner Aufwärmrunde auf Pérez, der seinerseits im Schleichgang unterwegs war, um etwas Raum zwischen sich und dem vor ihm fahrenden McLaren von Lando Norris zu schaffen. Der 29-Jährige aus Guadalajara musste jedoch beschleunigen, weil sich Ricciardo in der letzten Kurve dazu anschickte, an ihm vorbeizuziehen.

Sehr zum Ärger von Pérez, der auch beschleunigte – und deshalb in den Luftverwirbelungen von Norris’ Dienstwagen landete. «Wir steckten im Verkehr fest, deshalb versuchte jeder, vor dem letzten Versuch noch etwas Platz zwischen sich und seinem Vordermann zu schaffen. Doch was Ricciardo dann versucht hat, war sehr respektlos! Er hat seine und meine Runde ruiniert, denn ich war zu Beginn meines letzten Versuchs zu nah an Norris dran und er klebte an meinem Heck», schimpfte der Mexikaner.

«Ich musste Gas geben, als er den Überholversuch startete, sonst wäre ich viel zu nah an seinem Renner dran gewesen», ärgerte sich der Racing-Point-Routinier. «Ich denke, ich hätte es noch ins Q2 geschafft, wenn ich eine perfekte Q1-Runde hinbekommen hätte, das war also ein sehr schlechter Tag für uns.»

Auch der sonst so fröhliche Ricciardo war nicht happy: «Bis zum letzten Versuch lief eigentlich alles Olay, doch das Ganze war ein Durcheinander. Ich geriet in den Verkehr und ich denke, wir hätten wissen müssen, dass ich schon vor der letzten Kurve Abstand hätte schaffen müssen. Ich lief also auf und dann hatte ich die Wahl: Wollt ich vorbeiziehen und die Temperatur in meinen Reifen halten oder mich dahinter einreihen und mit kalten Gummis in die letzte Q1-Runde starten? Ich entschied mich fürs Vorbeiziehen und ich denke, Pérez und ich haben uns gegenseitig die Runde zerstört.»

Der Australier wird den zwölften WM-Lauf vom Ende des Feldes in Angriff nehmen müssen, denn sein Renault-Team nutzte die Gelegenheit, um die Antriebseinheit ohne grossen Positionsverlust auszutauschen.

Sergio Pérez, der auf Platz 17 landete, rückt noch um eine Position vor, weil er von der Rückversetzung des Alfa Romeo-Piloten Antonio Giovinazzi profitiert. Für den ehrgeizigen Mexikaner dürfte das aber nur ein schwacher Trost sein.

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