Valtteri Bottas will Strafe für Leclerc: FIA reagiert

Von Mathias Brunner
​Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas schimpfte nach dem Rennen: Der Meinung des Finnen zufolge hatte ihm Ferrari-Fahrer Charles Leclerc völlig unnötig den Weg abgeschnitten. Nun antwortet darauf die FIA.

Nach einem verpatzten Grossen Preis von Ungarn erzählte Valtteri Bottas: «Verstappen lag nach dem Start innen, ich versuchte, so spät als möglich zu bremsen und mein Glück dann auf der Aussenseite zu versuchen. Dann liess ich kurz ein Rad blockieren, ich rutschte ein wenig über die Kurve hinaus. Auf diese Weise konnte sich Hamilton links neben mich setzen. Vielleicht habe ich ihm da zu viel Raum gelassen.»

«Wir lagen dann Seite an Seite, viel Platz hat er mir nicht zugestanden, ich musste kurz vom Gas, daher konnte Leclerc aufrücken. Auf dem Weg zu Kurve 4 setzte sich Charles rechts neben mir, zog dann aber urplötzlich nach links und zerstückelte einen Teil meines Frontflügels. Zunächst dachte ich, vielleicht war ich einen Moment unachtsam, alles ging so schnell. Später aber habe ich mir die Aufnahmen meiner Bordkamera angeschaut und auch Bilder aus dem Ferrari von Vettel. Da wurde klar: Ich fuhr gerade, aber Leclerc zieht herüber. Das war völlig unnötig! Er wäre aufgrund seines Schwungs ohnehin an mir vorbeigegangen. Eigentlich hätte er sich bei einem solchen Manöver einen Platten einhandeln müssen. Und er hätte auch einen verdient.»

Bottas stellte in den Raum, Leclerc hätte für eine solche Aktion bestraft werden sollen. Aber die Rennkommissare von Ungarn sahen sich die Szene an und kamen zum Schluss – keine Massnahme nötig. Wieso eigentlich?

In seiner GP-Nachbesprechung sagt Rennleiter Michael Masi auf die Frage, wieso die Szene als Rennzwischenfall eingestuft wurde und keine Bestrafung nach sich zog: «Zunächst einmal zogen wir in Betracht, dass es sich um eine Aktion in der ersten Runde handelte. Es gibt aber noch einen anderen Aspekt. Zugegeben, aus der Perspektive von Bottas’ Bordkamera sah es so aus, als hätte Leclerc herübergezogen. Aber dann erhielten wir eine andere Ansicht.»

Diese Perspektive stammte aus einem Hubschauber. Der Australier Masi weiter: «Da war zu sehen, dass das linke Hinterrad leichten Kontakt hat mit der rechten Abschlussplatte von Valtteris Frontflügel. Wir fanden jetzt nicht, dass dies eine bestrafenswerte Aktion sei. Die Onboard-Kamera hat die Sicht verzerrt. Von oben betrachtet, wurde für uns sehr schnell klar – es wäre nicht angemessen, hier eine Strafe auszusprechen.»

In Ungarn arbeiteten die Rennkommissare Garry Connelly (Australien), Paolo Longoni (Italien), Danny Sullivan (USA) und Lajos Herczeg (Ungarn).

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