Rückblick F1-Saison 2019: Freudentränen bei Honda

Von Otto Zuber
Formel 1
Honda-F1-Technikchef Toyoharu Tanabe durfte in Spielberg mit Max Verstappen aufs Podest

Honda-F1-Technikchef Toyoharu Tanabe durfte in Spielberg mit Max Verstappen aufs Podest

Red Bull Racing und Honda haben eine erfolgreiche erste gemeinsame Saison hinter sich gebracht: Max Verstappen bescherte dem japanischen Motorenpartner die ersten drei GP-Siege seit der Formel-1-Rückkehr.

Ausgerechnet beim Heimspiel des Red Bull Racing-Teams ist es soweit: Max Verstappen kommt in Spielberg im Honda-befeuerten RB15 nach einem packenden Duell gegen Charles Leclerc im Ferrari als Erster über die Ziellinie und holt damit den Heimsieg für seine Mannschaft und den ersten Honda-Sieg seit Jenson Buttons Ungarn-Triumph von 2006.

Der erste GP-Sieg seit der Formel-1-Rückkehr von 2015 treibt sogar dem sonst so reservierten Honda-Technikchef Toyoharu Tanabe die Freudentränen in die Augen. Die Japaner mussten auch eine lange Durststrecke durchstehen, die erst durch dem Abschied von McLaren und dem Neustart mit Red Bull Racing beendet werden kann. Der Grundstein dafür wird schon im Vorjahr mit der Red Bull-Nachwuchsschmiede Toro Rosso gelegt, wie Tanabe angesichts des ersten Saisonsiegs von Verstappen betont.

Lange müssen die Honda- und Red Bull Racing-Verantwortlichen nicht warten, bis sie das nächste Mal den ersten Platz bejubeln können. Denn schon beim übernächsten Kräftemessen auf dem Hockenheimring triumphiert der schnelle Niederländer im Regen-Chaos. Auch beim zweitletzten Saisonlauf auf dem Autódromo José Carlos Pace schafft er es als Erster ins Ziel. Am Ende belegt er mit sechs weiteren Podestplätzen den dritten WM-Rang.

Das Rennen in Brasilien ist ein weiterer Meilenstein der Japaner: Dank Sieger Max Verstappen und Pierre Gasly aus dem Schwesternteam auf Platz 2 feiern sie ihren ersten Honda-Doppelsieg seit Japan 1991, als Gerhard Berger vor dem grossen Ayrton Senna gewann. Zwar schafft es nur Verstappen aufs Treppchen – weder Pierre Gasly noch Alex Albon erobern einen Podestplatz – dennoch überzeugt der Aufwärtstrend die Entscheidungsträger beim japanischen Hersteller.

Im Rahmen des Saisonfinales in Abu Dhabi bestätigen sie, dass der Formel-1-Vertrag mit den beiden Red Bull-Mannschaften vorzeitig bis Ende 2021 verlängert wurde. Die Fortsetzung des Engagements in der Königsklasse ist nicht selbstverständlich. Der Formel-1-Einsatz muss finanziell vernünftig bleiben, damit die Japaner an Bord bleiben, wie Honda-Rennchef Masashi Yamamoto klarstellt.

Formel-1-WM 2019, Fahrer

1. Lewis Hamilton, Mercedes, 413 Punkte. 2. Valtteri Bottas, Mercedes, 326. 3. Max Verstappen, Red Bull Racing 278. 4. Charles Leclerc, Ferrari, 264. 5. Sebastian Vettel, Ferrari 240. 6. Carlos Sainz, McLaren, 96. 7. Pierre Gasly, Toro Rosso, 95. 8. Alex Albon, Red Bull Racing, 92. 9. Daniel Ricciardo, Renault, 54. 10. Sergio Pérez, Racing Point, 52. 11. Lando Norris, McLaren, 49. 12. Kimi Räikkönen, Alfa Romeo, 43. 13. Daniil Kvyat, Toro Rosso, 37. 14. Nico Hülkenberg, Renault, 37. 15. Lance Stroll, Racing Point, 21. 16. Kevin Magnussen, Haas, 20. 17. Antonio Giovinazzi, Alfa Romeo, 14. 18. Romain Grosjean, Haas, 8. 19. Robert Kubica, Williams, 1. 20. George Russell, Williams, 0.

Formel-1-WM 2019, Teams

1. Mercedes, 739 Punkte. 2. Ferrari, 504. 3. Red Bull Racing, 417. 4. McLaren, 145. 5. Renault, 91. 6. Toro Rosso, 85. 7. Racing Point, 73. 8. Alfa Romeo, 57. 9. Haas, 28. 10. Williams, 1.

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