Alan Jones über Williams-Kritik: «Schrecklich unfair»

Von Rob La Salle
Formel 1
Claire Williams

Claire Williams

F1-Champion Alan Jones äusserte sich in Australien nicht nur zur späten GP-Absage, er äusserte sich auch zur Kritik an Williams-Teamchefin Claire Williams. «Sie macht einen guten Job», beteuert der 73-Jährige.

Das Williams-Team und speziell dessen Oberhaupt Claire Williams haben in den letzten Jahren nicht nur viele sportliche Enttäuschungen einstecken müssen, sondern auch viel Spott und Kritik. Und diese fällt nicht immer konstruktiv aus, im Gegenteil. So offenbarte die Tochter des Teamgründers und Namensgebers Frank Williams unlängst, dass einige ihr Mutterglück als Grund für die Leistungskrise des britischen Traditionsstalls ansehen.

Die 43-Jährige, die im Oktober 2017 Söhnchen Nate zur Welt brachte, erklärte im PA-Interview: «Sobald du nicht mehr erfolgreich bist, führen das einige auf die Tatsache zurück, dass du eine Frau bist», erzählte sie im PA-Interview. «Vielleicht werde ich härter kritisiert, weil ich eine Frau bin. Mir wurde sogar gesagt, dass viele im Formel-1-Fahrerlager denken, dass sich die Dinge verschlimmerten, seit ich schwanger wurde und ein Kind bekommen habe. Wie können sie nur!»

«Es gibt neun weitere Teamchefs in der Formel 1, und ich bin sicher, dass die meisten von ihnen Kinder haben. Würden Sie diese Kritik jemals an ihnen üben? Darf ich kein Kind bekommen, weil ich eine Frau bin, die ein Formel-1-Team leitet? Das ist eine erbärmliche Haltung und erinnert an die Ansichten aus dem 19. Jahrhundert», fügte Williams an.

Rückendeckung bekommt sie von Alan Jones, der 1980 den WM-Titel mit dem Williams-Team holte. «Jeder springt auf den Zug auf und gibt Claire die Schuld, was schrecklich unfair ist», erklärte der 73-Jährige aus Melbourne im Guardian-Interview. «Es ist einfach für sie, Claire zu kritisieren, weil sie eine Frau ist, aber das ist sehr, sehr unfair. Sie macht einen guten Job und das Williams-Team wird sich hoffentlich wieder von der Leistungskrise erholen, denn es ist meine Familie.»

Der Formel-1-Kalender 2020

03. Mai: Zandvoort, Circuit Park Zandvoort/NL (fraglich)
10. Mai: Montmeló, Circuit de Barcelona-Catalunya/E (fraglich)
24. Mai: Monte Carlo, Circuit de Monaco/MC (fraglich)
07. Juni Aserbaidschan, Baku City Circuit/AZ
14. Juni: Montreal, Circuit Gilles Villeneuve/CDN
28. Juni: Le Castellet, Circuit Paul Ricard/F
05. Juli: Spielberg, Red Bull Ring/A
19. Juli: Silverstone, Silverstone Circuit/GB
02. August: Mogyoród bei Budapest, Hungaroring/H
30. August: Francorchamps, Circuit de Spa-Francorchamps/B
06. September: Monza, Autodromo Nazionale/I
20. September: Singapur, Marina Bay Street Circuit/SGP
27. September: Sotschi, Sochi Autodrom/RUS
11. Oktober: Suzuka, Suzuka Circuit/J
25. Oktober: Austin, Circuit of the Americas/USA
1. November: Mexico City, Autódromo Hermanos Rodríguez/MEX
15. November: São Paulo, Autódromo José Carlos Pace/BR
29. November: Abu Dhabi, Yas Marina Circuit/UAE

Ohne neuen Termin
Shanghai, Shanghai International Circuit/RCH
Melbourne, Albert Park Circuit/AUS
Bahrain, Bahrain International Circuit/BRN
Hanoi, Street Circuit Hanoi/VN

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