Pierre Gasly: Keine Bremswirkung bei 320 km/h!

Von Mathias Brunner
Formel 1
Die AlphaTauri-Honda von Pierre Gasly und Daniil Kvyat

Die AlphaTauri-Honda von Pierre Gasly und Daniil Kvyat

​Gemischte Bilanz bei AlphaTauri-Honda beim ersten GP-Wochenende auf dem Red Bull Ring: Rang 7 für Pierre Gasly, Ausfall für Daniil Kvyat. Was die Fahrer vor WM-Lauf 2 in der Steiermark sagen.

Das Saisonziel von AlphaTauri ist klar: Das weniger grosse Red Bull-Team will im Konstrukteurs-Pokal mindestens so gut abschneiden wie im vergangenen Jahr, da ist die Truppe aus Faenza WM-Sechster geworden, mit Ach und Krach abgefangen von Renault.

Beim WM-Beginn auf dem Red Bull Ring in der Steiermark hat Pierre Gasly trotz Bremsproblemen einen siebten Rang eingefahren, Daniil Kvyat schied mit einem platzenden Reifen spektakulär aus.

Gasly, in der Saison 2019 hervorragender WM-Siebter geworden, sagt zur Darbietung von AlphaTauri: «Die Probleme mit den Bremsen machten dies zu einem ganz schwierigen Rennen, das begann nach fünf Runden. Die Temperaturen vorne stiegen sehr stark, das Pedal wurde weicher und weicher. Ich musste zwei Sekunden pro Runde langsamer werden. Einmal fiel die Bremse am Ende der Zielgeraden fast durch, kein angenehmes Gefühl bei 320 Sachen!»

«In Runde 10 sagte mein Team – komm rein. Ich bat, noch eine Runde mehr fahren zu dürfen, und auf einmal fühlte sich die Bremse wieder normaler an, also wollten wir weitermachen und sehen, was noch passiert. Dass am Ende sechs Punkte herauskommen, hätte ich zu Beginn des Grand Prix nie gedacht.»

«Wir haben dann später herausgefunden, dass vorne rechts Trümmerteile in der Lufthutze der Bremse stecken, das war der Hauptgrund für die Schwierigkeiten. Wir gehen davon aus, dass dies am zweiten GP-Wochenende kein Thema sein wird.»

Gaslys russischer Stallgefährte Daniil Kvyat sagt: «Wir versuchten eine aggressive Strategie, aber ich habe mir einen Fehler erlaubt und den Wagen auf einem der hohen Randsteine beschädigt, später kam es zu einer kurzen Berührung mit dem Wagen von Ocon. Das war enttäuschend, denn ich hätte üppig gepunktet. Mein Trost ist, dass unser Auto Speed hat, darauf lässt sich aufbauen. Es wird auch wichtig sein zu sehen, wer in Sachen Entwicklung wie intensiv nachlegen kann. Wir haben einen klaren Plan, aber du weisst natürlich nie, was die Gegner machen.»

Gasly: «An rohem Speed auf eine Runde können wir mit Racing Point, McLaren und Renault nicht mithalten. Wir haben hier einige neue Teile dabei, die Daniil am Freitag ausprobieren wird. Wenn alles klappt, fahre ich sie später auch.»

Kvyat sucht für seinen Fahrfehler übrigens keine Ausreden: «Früher war neben der Bahn Gras oder ein Kiesbett, und du bist für einen Ausritt bestraft worden. Jetzt haben wir in diesen Bereichen riesige Auslaufzonen, mir war die alte Schule fast lieber. Wenn hohe Randsteine dort liegen, dann ist das für alle gleich, und man muss sich halt am Riemen reissen.»

Gasly gibt zu bedenken: «Viele dieser asphaltierten Auslaufzonen wurden auf Pisten geschaffen, wo auch die MotoGP-Fahrer antreten.»

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