Grosjean (Haas) zum Bremsen-Debakel: Kühlprobleme

Von Mathias Brunner
Formel 1
Romain Grosjean

Romain Grosjean

​Beide Haas-Fahrer schieden beim WM-Start in Österreich wegen Schwierigkeiten mit den Bremsen aus. Der Genfer Romain Grosjean spricht das Problem an und sagt, was dies fürs Selbstvertrauen bedeutet.

Wie oft hören wir das noch von den beiden Haas-Fahrern Romain Grosjean und Kevin Magnussen? Erneut gab es im Rennen Schwierigkeiten mit den Bremsen, beim WM-Auftakt auf dem Red Bull Ring mit dem schlechtesten Ausgang – beide Fahrer sahen keine Zielflagge.

GP-Routinier Romain Grosjean sagt über die Schwierigkeiten: «Das ist anders unsere Probleme früher. Dieses Mal hatte es mit der Temperatur der Bremsen zu tun. Die Kühlung war nicht effizient genug, vor allem hinter einem Gegner. Wir müssen sehen, wir wir das besser hinbekommen können. Es ist gewiss nicht angenehm, wenn du schon in Runde 2 eines Saisonstarts den Befehl bekommst, die Bremsen so sachte als möglich zu nutzen.»

Was bedeuten solche Probleme eigentlich für das Vertrauen eines Rennfahrers in seinen Formel-1-Renner? Kann man das einfach verdrängen und herzhaft Gas geben? Der WM-Siebte von 2013 gibt zur Antwort: «Gute Frage, denn die Probleme fingen ja schon früh an, mit einem Bremsversagen in der ersten Runde des ersten Trainings! Das war kein schönes Gefühl nach so langer Pause. Aber ich weiss, wie hart die Jungs arbeiten. Ich habe Vertrauen in meine Leute. Sorgen mache ich mir keine. Und wenn die Anlage wieder normal arbeitet, dann sehe ich da kein Problem.»

«Was generell die Konkurrenzfähigkeit angeht, so müssen wir mal abwarten. Wir haben jetzt ein zweites Rennwochenende auf dem Red Bull Ring, da gehe ich davon aus, dass das Kräfteverhältnis ungefähr das gleiche bleibt. Aber dann fahren wir zum Hungaroring, eine ganz andere Art Rennstrecke, danach nach Silverstone, wieder ganz anders. Das Wochenende hier könnte auch anders verlaufen, weil ich höre, dass es am nächsten Samstag regnen soll.»

«Ich erwarte von Haas keinen Riesensprung nach vorne, denn wir haben derzeit keine Evo-Pakete geplant. Wir wollen zunächst sehen, wie wir mehr aus dem Wagen holen können.»

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