Lewis Hamilton: Unruhe bei Mercedes, neue Motorteile

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton in Silverstone

Lewis Hamilton in Silverstone

​Weltmeister Lewis Hamilton hat für den ersten Trainingstag zum Heimrennen von Silverstone eine neue MGU-K erhalten. Erlaubt sind von diesen elektrischen Generatoren pro Saison nur drei Stück.

Beim Mercedes-Motor von Formel-1-Champion Lewis Hamilton musste die so genannte MGU-K ersetzt werden, also der elektrische Generator für die kinetische Energierückgewinnung. Das Problem: Pro Fahrer und Saison sind nur drei dieser Generatoren erlaubt. Braucht ein Pilot darüber hinaus neue Teile, setzt es Strafen.

Eigentlich war vorgesehen, dass alle Mercedes-Fahrer (Hamilton und Bottas vom Werksteam, Stroll und Hülkenberg von Racing Point, Russell und Latifi von Williams) eine andere Spezifikation dieser MGU-K eingebaut erhalten – aber erst am zweiten GP-Wochenende von Silverstone. Nach Prüfstandversuchen und Tests auf der Strecke gab es Bedenken in Sachen Haltbarkeit, die jüngste Ausgabe der MGU-K sollte diese Sorgen verscheuchen.

Doch nach dem Rennen in Ungarn entdeckten die Motorspezialisten von Mercedes bei der Antriebseinheit von Hamilton eine Anomalie, so dass der Einbau einer neuen MGU-K beim Briten vorgezogen wurde.

Weil niemand sagen kann, wie lange diese Saison dauern wird, ist der Zeitpunkt des Einsatzes von neuen Teilen schwierig. In Sachen Motorenteile sind 2020 erlaubt: 3 Verbrennungsmotoren, MGU-K, MGU-H und Turbolader, aber nur 2 Batterien und Kontroll-Einheiten.

Sollte die Anzahl Rennen auf 14 oder weniger fallen, steht dieses Material zur Verfügung: 2 Verbrennungsmotoren, 2 elektrische Generatoren am Turbolader (MGU-H), 2 Lader, 2 Batterien, 2 elektronische Kontrolleinheiten, 2 elektrische Generatoren für die Brems-Energie.

Sollte die WM aus 11 Rennen oder weniger bestehen, dann wird obiges Kontingent auf 1 Batterie und 1 Kontrolleinheit verringert (die Anzahl der anderen Elemente bleibt bei 2).

Mercedes-Technikchef James Allison wehrt sich gegen die Darstellung, bei den WM-Leadern sei alles in Butter. «Jeder, der am ersten GP-Wochenende an unseren Sitzungen hätte teilnehmen können, der hätte schnell erfasst – niemand von uns ist siegessicher. Ganz im Gegenteil haben wir uns grosse Sorgen darüber gemacht, ob wir überhaupt ins Ziel kommen.»

«Letztlich schwebt über jedem Rennwagen ein Damoklesschwert. Denn diese Diese Autos bleiben nun mal Prototypen, bei welchen jederzeit etwas schieflaufen kann. Und dann bist du als Techniker in der Regel enttäuscht, weil du dir vorwirst, dass du ein solches Problem hättest erkennen müssen. Wir sind uns dessen bewusst – es gibt eine Million Möglichkeiten, dass der Wagen liegenbleibt.»

Hamilton ist der sechste Fahrer in der Saison 2020, in dessen Fahrzeug neue Motorteile verbaut werden mussten – nach Pierre Gasly (Verbrennungsmotor, Turbo, MGU-H, MGU-K, Elektronik), George Russell (Verbrennungsmotor, Turbo, MGU-H), Kevin Magnussen (Batterie und Elektronik), Alex Albon (Elektronik) und Antonio Giovinazzi (Elektronik).

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