Wetter-Debakel am Nürburgring: FIA hat Notfallplan

Von Adam Cooper
Formel 1
Formel-1-Rennleiter Michael Masi in Melbourne 2020

Formel-1-Rennleiter Michael Masi in Melbourne 2020

​Am 9. Oktober haben die Fans in zwei Trainings kein Auto auf der Bahn gesehen, wegen Regens und Nebels. Formel-1-Rennleiter Michael Masi: «Für Samstag haben wir einen Plan B.»

Die Formel 1 im Stillstand: An einem feuchten, nebligen, regnerischen Tag in der Eifel konnte keines der beiden freien Trainings stattfinden; nicht etwa deswegen, weil die Bahn zu nass gewesen wäre, sondern vielmehr aus dem Grund, dass die beiden Rettungs-Hubschrauber nicht sicher vom Nürburging ins Spital Koblenz hätten fliegen können. In der Formel 1 gilt die Regel: Kein Heli, keine Action auf der Bahn.

Der Formel 1 sind in den meisten Fällen wie an diesem Freitag auf dem Nürburgring die Hände gebunden. Anhang H des Internationalen Sportkodex des Autosport-Weltverbands FIA schreibt vor: «Mit Ausnahme eines Direkt-Transports in ein Zentrum für schwere Brandverletzungen darf die Flugzeit zu einem von der FIA abgenickten Krankenhauses nicht mehr als 20 Minuten betragen.»

Es gibt allerdings auch Formel-1-Strecken, wo die Hubschrauber-Regel nicht gilt. Das sind Austragungsorte, wo ein nach FIA-Vorgaben ausgerüstetes Krankenhaus mit der Ambulanz innerhalb von 20 Minuten erreicht werden kann. Das ist am Nürburgring nicht der Fall.

Formel-1-Rennleiter Michael Masi erklärt: «Wir haben bis zuletzt gehofft, dass sich der Nebel vielleicht lichten würde. Daher haben wir immer in Abständen von dreissig Minuten informiert, und wir standen in ständigem Kontakt mit der Luftkontrollbehörde und den Hubschrauberpiloten.»

Der Australier weiter: «Für Samstag ist freundlicheres Wetter vorhergesagt. Aber wir arbeiten auch an einem Plan B, sollten wir in eine ähnliche Situation geraten wie am Freitag.» Masi ging am Freitag nicht weiter darauf ein, wie dieser Plan B aussehen soll: «Das klären wir derzeit ab und werden zu gegebener Zeit informieren.»

Wir hatten jedoch in Shanghai 2017 einen vergleichbaren Fall. Dort wurden bei ähnlichen Verhältnissen von der FIA vorgeschriebene neurologische Ausrüstungsgegenstände vom eigentlich von der Formel 1 vorgesehenen Krankenhaus in ein näher an der Rennstrecke liegendes Spital gebracht.

Was sagt der Wetterbericht? Am Samstag im Gebiet Nürburgring aufreissende Bewölkung, bei sinkender Regenwahrscheinlichkeit, allerdings bei kühlen 8 Grad – Höchsttemperatur!

Russland-GP, Sotschi

1. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, 1:34:07,868 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +7,729 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +22,729
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +30,558
5. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +47,065
6. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1:02,186 min
7. Esteban Ocon (F), Renault, +1:08,006
8. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1:08,740
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,669
10. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +1:32,995
11. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
15. Lando Norris (GB), McLaren, +1 Runde
16. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
17. Romain Grosjean (F), Haas, +1 Runde
18. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
Out
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash
Carlos Sainz (E), McLaren, Crash

WM-Stand Fahrer nach 10 von 17 Rennen

1. Hamilton 205 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 128
4. Norris 65
5. Albon 64
6. Ricciardo 63
7. Leclerc 57
8. Stroll 57
9. Pérez 56
10. Gasly 45
11. Sainz 41
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 6
16. Räikkönen 2
17. Giovinazzi 2
18. Magnussen 1
19. Latifi 0
20. Russell 0
21. Grosjean 0

Marken
1. Mercedes 366
2. Red Bull Racing 192
3. McLaren 106
4. Racing Point 104
5. Renault 99
6. Ferrari 74
7. AlphaTauri 59
8. Alfa Romeo 4
9. Haas 1
10. Williams 0

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