Pirelli: Notfallplan für den Grand Prix von Portugal

Von Adam Cooper
Formel 1
Mario Isola

Mario Isola

​Wegen der Corona-Pandemie ist nicht nur die GP-Saison 2020 beschnitten, sondern auch das Reifentestprogramm von Pirelli. Also testet der Mailänder F1-Alleinausrüster im Rahmen des Portugal-GP.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie können die eigentlich für 2020 geplanten Reifentests von Pirelli nicht stattfinden. Überdies haben das Formel-1-Management, der Autosport-Weltverband FIA und die GP-Rennställe beschlossen, dass die gegenwärtigen Reifen grundsätzlich auch in der kommenden Saison eingesetzt werden. Doch die Techniker von Formel-1-Alleinausrüster Pirelli haben die Konstruktion der Walzen verbessert, und diese 2021er Prototypen werden im ersten Training zum Grossen Preis von Portugal ausprobiert, am 23. Oktober auf dem Autódromo Internacional do Algarve bei Portimão.

Der Test eilt, denn gemäss Reglement muss Pirelli bis zum 1. November der FIA detailliert mitteilen, mit welcher Konstruktion in der folgenden Saison gefahren wird.

In Portugal wird das so ablaufen: In der ersten halben Stunde des ersten freien Trainings sind alle Teams verpflichtet, die Prototypen auszuprobieren. Sie sind von dieser Pflicht nur dann entbunden, wenn ein Wagen aus technischen Gründen nicht eingesetzt werden kann.

Pirelli-Rennchef Mario Isola: «Wir wollen ein noch robusteres Produkt auf die Bahn bringen, welches mit weniger Reifendruck gefahren werden kann. Änderungen am Unterboden der Rennwagen werden den Abtrieb der Autos zu Beginn der Saison 2021 um rund zehn Prozent verringern. Wir glauben: Wenn die Rennwagen weniger ‚downforce’ aufbauen und wir gleichzeitig eine Konstruktion haben, welche es erlaubt, mit weniger Druck zu fahren, dann sollte die Überhitzungsneigung verringert werden – und das erlaubt besseren Sport.»

«Wir werden in Portugal drei Reifensätze pro Team haben. Wir haben acht bis zehn verschiedene Konstruktionsvarianten. Der Test wird blind stattfinden, die Reifen sind unmarkiert. Fahrer und Ingenieure werden nicht wissen, welches Produkt genau sie am Wagen haben.»

«Unsere Arbeit ist nicht einfach. Denn wir wissen noch nicht, was das Wetter machen wird, und wir wissen nicht, wie sich der neue Belag der portugiesischen Rennstrecke verhält. Aber wir haben keine andere Wahl als so vorzugehen.»

Die staatliche meteorolische Anstalt sagt vorher: Ein Tiefdruckgebiet bringt bis Mitte der kommenden Woche viel Regen. Erst in der Nacht auf Freitag soll sich das Wetter beruhigen, und die Sonne wird sich zeigen.

Eifel-GP, Nürburgring

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:35:55,073 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +4,470 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,465
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +16,059
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +21,764
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +22,787
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +29,791
8. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +31,559
9. Romain Grosjean (F), Haas, +38,019
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +39,112
11. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +39,688
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +40,518
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +47,732
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +52,986
15. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +53,544
Out
Lando Norris (GB), McLaren, Motor
Alex Albon (T), Red Bull Racing, Motor
Esteban Ocon (F), Renault, Hydraulik
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, Motor
George Russell (GB), Williams, Unfall

WM-Stand nach 11 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 230 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 147
4. Ricciardo 78
5. Pérez 68
6. Norris 65
7. Albon 64
8. Leclerc 63
9. Stroll 57
10. Gasly 53
11. Sainz 51
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Giovinazzi 3
17. Räikkönen 2
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 391
2. Red Bull Racing 211
3. Racing Point 120
4. McLaren 116
5. Renault 114
6. Ferrari 80
7. AlphaTauri 67
8. Alfa Romeo 5
9. Haas 3
10. Williams 0



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