Nico Hülkenberg: Für Racing Point doppelt wertvoll

Von Adam Cooper
Formel 1
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg

​Als klar war, dass Lance Stroll am Nürburgring nicht einsatzfähig ist, rief Teamchef Otmar Szafnauer sofort Nico Hülkenberg an. Technikchef Andy Green sagt, wieso der Deutsche für Racing Point so wichtig ist.

Le-Mans-Sieger Nico Hülkenberg sprang auf dem Nürburgring ins Auto von Racing Point, ohne nur eine Runde im freien Training zurücklegt zu haben. Nur wenige Zehntel hätten gereicht zum Einzug unter die 15 Schnellsten. Dann fuhr der Emmericher in seinem 179. Grand Prix auf Rang 8.

Racing Point-Technikchef Andy Green lobt: «Nico hat fantastische Arbeit gezeigt. Ihm gebührt anhaltender Applaus. Wir dürfen nicht vergessen, dass er ohne Trainingsrunde ins Qualifying ging, zudem hat sich der Wagen seit seinem Einsatz in England stark verändert.»

«Wir kennen Nico jetzt seit Jahren, wir wissen, was er von seinem Rennwagen braucht und was er weniger mag. Was wir ihm am Ring nicht geben konnten, das war mehr Zeit im Wagen.»

«Mit mehr Training wäre er im Abschlusstraining auf Augenhöhe mit Sergio Pérez gefahren, keine Frage.» Der Mexikaner erreichte im Qualifying den neunten Startplatz.

Im vergangenen Juli ersetzte Hülkenberg den an Corona erkrankten Sergio Pérez. Die Aussagen des WM-Siebten von 2018 bei seinem Einsatz als Pérez-Reservist führten zu Verbesserungen der Aufhängungen vorne und hinten. Andy Green bestätigt: «Die Modifikationen gingen zurück auf seine Eindrücke damals in England. Umso interessanter war es nun zu hören, was er darüber zu sagen hat. Solche Aussagen sind für uns sehr wertvoll. Ich bedaure nur, dass wir nicht mehr Zeit hatten, um den Wagen noch besser auf seine Bedürfnisse abzustimmen.»

Eifel-GP, Nürburgring

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:35:55,073 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +4,470 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,465
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +16,059
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +21,764
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +22,787
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +29,791
8. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +31,559
9. Romain Grosjean (F), Haas, +38,019
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +39,112
11. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +39,688
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +40,518
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +47,732
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +52,986
15. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +53,544
Out
Lando Norris (GB), McLaren, Motor
Alex Albon (T), Red Bull Racing, Motor
Esteban Ocon (F), Renault, Hydraulik
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, Motor
George Russell (GB), Williams, Unfall

WM-Stand nach 11 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 230 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 147
4. Ricciardo 78
5. Pérez 68
6. Norris 65
7. Albon 64
8. Leclerc 63
9. Stroll 57
10. Gasly 53
11. Sainz 51
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Giovinazzi 3
17. Räikkönen 2
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 391
2. Red Bull Racing 211
3. Racing Point 120
4. McLaren 116
5. Renault 114
6. Ferrari 80
7. AlphaTauri 67
8. Alfa Romeo 5
9. Haas 3
10. Williams 0

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