Ross Brawn: Nico Hülkenberg fast im Mercedes

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg

​Formel-1-Sportchef Ross Brawn äussert sich sehr lobend über Nico Hülkenberg, der auf dem Nürburgring Achter geworden ist. Und der Engländer sagt: «Fast wäre Nico Hülkenberg bei Mercedes gelandet.»

In Grossbritannien haben sie ihn bereits umbenannt: Dort heisst Nico Hülkenberg inzwischen «Hulkenback» – weil der 33jährige Emmericher für Racing Point 2020 schon sein zweites Formel-1-Comeback gegeben hat. An den beiden GP-Wochenenden von Silverstone sprang der Deutsche für Sergio Pérez ein, der an Corona erkrankt war. Beim britischen Grand Prix streikte kurz vor dem Start sein Auto, beim WM-Lauf zum Jubiläum von 70 Jahren Formel 1 wurde er Siebter.

Am Nürburgring nun pendelte Lance Stroll wegen einer Magen/Darm-Infektion zwischen Bett und Toilette, erneut rief Racing Point-Teamchef Otmar Szafnauer Hülkenberg zu Hilfe, und Nico bedankte sich beim Heimrennen mit Platz 8 – von letzten Startplatz kommend!

Damit hat Hülkenberg bei zwei Grands Prix zehn Punkte eingefahren. Ein kleiner Vergleich: In der gleichen Zeitspanne trat Ferrari-Star Sebastian Vettel zu sieben WM-Läufen an und konnte nur sieben Zähler sammeln.

Formel-1-Sportchef Ross Brawn lobt in seiner Analyse des GP-Wochenendes in der Eifel: «Nico bestätigt meine Bewunderung für ihn ein ums andere Mal. Als ich damals bei Mercedes war, wäre er fast bei uns gelandet, und ich bin noch immer überzeugt davon, dass er einen tollen Job gemacht hätte.»

«Wenn einer mit null Erfahrung aus dem freien Training ins Auto springt, die Qualifikation fährt und dann im Rennen Achter wird, dann erfordert das in diesem heiss umkämpften Mittelfeld den grössten Respekt. Nico Hülkenberg verdient einen Stammplatz in der Formel 1.»


Eifel-GP, Nürburgring

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:35:55,073 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +4,470 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,465
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +16,059
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +21,764
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +22,787
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +29,791
8. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +31,559
9. Romain Grosjean (F), Haas, +38,019
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +39,112
11. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +39,688
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +40,518
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +47,732
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +52,986
15. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +53,544
Out
Lando Norris (GB), McLaren, Motor
Alex Albon (T), Red Bull Racing, Motor
Esteban Ocon (F), Renault, Hydraulik
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, Motor
George Russell (GB), Williams, Unfall

WM-Stand nach 11 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 230 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 147
4. Ricciardo 78
5. Pérez 68
6. Norris 65
7. Albon 64
8. Leclerc 63
9. Stroll 57
10. Gasly 53
11. Sainz 51
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Giovinazzi 3
17. Räikkönen 2
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 391
2. Red Bull Racing 211
3. Racing Point 120
4. McLaren 116
5. Renault 114
6. Ferrari 80
7. AlphaTauri 67
8. Alfa Romeo 5
9. Haas 3
10. Williams 0


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