Formel-1-CEO Chase Carey: Warnung vor Stillstand

Von Otto Zuber
Formel 1
Formel-1-CEO Chase Carey

Formel-1-CEO Chase Carey

Die Formel-1-Geschichte sollte nicht ein Bremsklotz in der Entwicklung des Sports sein, warnt Formel-1-CEO Chase Carey. Gleichzeitig betont er, wie wichtig die Geschichte der Königsklasse ist.

Seit Jahren diskutieren die Verantwortlichen in der Formel 1 über die Zukunft des Sports, und dabei werden auch immer wieder Ideen wie die Einführung von Qualifying-Rennen mit umgekehrter Startreihenfolge angesprochen. Bei den eingefleischten GP-Fans kommen solche Vorschläge normalerweise nicht gut an, und auch innerhalb des Fahrerlagers werden immer wieder kritische Stimmen laut.

So scheiterte etwa das Vorhaben, in diesem Jahr bei ausgewählten Rennwochenenden ein anderes Qualifying-Format auszuprobieren, an der fehlenden einstimmigen Zustimmung, die dafür nötig gewesen wäre. Tatsächlich werden immer mehr kritische Stimmen laut, auch bei den Fahrern kam die Idee nicht gut an. Zu gross ist die Angst, die DNA des Sports mit künstlichen Spannungselementen zu zerstören.

Dafür zeigt der scheidende Formel-1-CEO Chase Carey in der neuesten Ausgabe des Formel-1-Podcasts «Beyond the Grid» auch ein gewisses Verständnis. Er räumt ein: «Man muss natürlich aufpassen, dass man es nicht übertreibt.» Gleichzeitig warnt er davor, die eigene Historie als Bremsklotz in der Entwicklung des Sports zu nutzen.

«Natürlich ist die eigene Geschichte wichtig, denn sie macht den Sport so speziell, gleichzeitig darf sie nicht als Zwangsjacke begriffen werden, die jegliche Veränderungen verhindert, die vielleicht wirklich ein Gewinn für die Fans sein könnten», betont der Amerikaner, der das Formel-1-Zepter nach diesem Jahr an den früheren Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali übergeben wird.

Carey verweist dabei auf bekannte Beispiele aus anderen Sportarten, wie etwa die Einführung der 3-Punkte-Linie im Basketball, die nach ihrer Einführung im Jahr 1979 für Kontroversen bei den Hardcore-Fans geführt hatte und heute nicht mehr in Frage gestellt wird. «Die meisten dieser Änderungen, wenn auch nicht alle, werden rückblickend positiv bewertet», erklärt der 66-Jährige.

Carey weiss, dass solche Veränderungen als Gruppenentscheidung getroffen werden müssen. «Wir werden das nicht diktieren», stellt er klar, und fügt an: «Man muss die Vor- und Nachteile abwägen und die entsprechenden Analysen durchführen, danach muss eine offene Diskussion mit allen geführt werden.» Es gehe um die Frage, ob eine Veränderung den Sport respektiere und besseres Racing für die Fans ermögliche. «Letztlich geht es genau darum.»

Eifel-GP, Nürburgring

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:35:55,073 h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +4,470 sec
3. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +14,465
4. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +16,059
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +21,764
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +22,787
7. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +29,791
8. Nico Hülkenberg (D), Racing Point, +31,559
9. Romain Grosjean (F), Haas, +38,019
10. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +39,112
11. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +39,688
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +40,518
13. Kevin Magnussen (DK), Haas, +47,732
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +52,986
15. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +53,544
Out
Lando Norris (GB), McLaren, Motor
Alex Albon (T), Red Bull Racing, Motor
Esteban Ocon (F), Renault, Hydraulik
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, Motor
George Russell (GB), Williams, Unfall

WM-Stand nach 11 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 230 Punkte
2. Bottas 161
3. Verstappen 147
4. Ricciardo 78
5. Pérez 68
6. Norris 65
7. Albon 64
8. Leclerc 63
9. Stroll 57
10. Gasly 53
11. Sainz 51
12. Ocon 36
13. Vettel 17
14. Kvyat 14
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Giovinazzi 3
17. Räikkönen 2
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 391
2. Red Bull Racing 211
3. Racing Point 120
4. McLaren 116
5. Renault 114
6. Ferrari 80
7. AlphaTauri 67
8. Alfa Romeo 5
9. Haas 3
10. Williams 0

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