Quali Portimão: Pole für Hamilton, Vettel auf P15

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Lewis Hamilton sicherte sich zum neunten Mal in diesem Jahr die Pole-Position

Lewis Hamilton sicherte sich zum neunten Mal in diesem Jahr die Pole-Position

Im Qualifying zum Portugal-GP musste sich Sebastian Vettel mit dem 15. Platz begnügen. Die Pole sicherte sich Mercedes-Star Lewis Hamilton. Neben ihm wird sein Teamkollege Valtteri Bottas aus der ersten Reihe starten.

Die GP-Stars waren bereits auf dem Weg zu ihren Autos, als sie erfuhren, dass man das Qualifying in Portimão um eine halbe Stunde verspätet starten würde. Grund dafür waren Reparaturarbeiten an der Strecke, die nach der letzten freien Trainingsstunde nötig wurden, weil sich eine Abdeckung der Regenrinne Ausgangs der 14. Kurve gelöst hatte, als Sebastian Vettel mit seinem Ferrari darüber gefegt war.

Gearbeitet wurde nicht nur an jener Stelle, auch alle anderen Abdeckungen wurden geprüft und bei Bedarf stärker befestigt, dennoch konnten die Piloten nach der 30-minütigen Zwangspause loslegen und bis auf das Mercedes-Duo rückten alle GP-Stars gleich nachdem die Boxenampel auf Grün geschaltet hatte, aus. Nach wenigen Minuten kamen auch die beiden Pole-Favoriten auf die Bahn und bevor sie ihre ersten Runden gedreht hatten, belegte Sergio Pérez mit 1:17,629 min die Spitzenposition.

Diese übernahm Bottas mit seiner ersten geleiteten Runde. Der Finne schaffte die 4,653 km in 1:17,064 min, während Hamilton seinen ersten schnellen Versuch abbrach. Der WM-Leader nahm nochmals Anlauf und belegte danach mit 1:17,114 min die zweite Position. Max Verstappen patzte beim ersten Versuch, der nur für Platz 9 reichte. Der Niederländer sorgte gleich darauf für Wiedergutmachung und legte mit 1:16,879 min eine neue Messlatte.

Hamilton liess sich davon nicht beirren und verbesserte die Bestmarke kurz darauf auf 1:16,828 min, womit er die Zeitenliste vor Verstappen, Bottas, Pérez, Charles Leclerc, Pierre Gasly, Lando Norris, Carlos Sainz, Lance Stroll und Alex Albon anführte. Dahinter komplettierten nach dem ersten Q1-Run Esteban Ocon, Daniel Ricciardo, Daniil Kvyat, Vettel, Antonio Giovinazzi, Romain Grosjean, Kimi Räikkönen, George Russell, Kevin Magnussen und Nicholas Latifi die Wertung.

Die schnellsten Fünf verzichteten auf einen zweiten Versuch, während der Rest des Feldes noch einmal Gas gab. An der Spitze änderte sich nichts mehr, Hamilton durfte sich mit 1:16,828 min über die Q1-Bestzeit freuen, während die Session für Räikkönen, Giovinazzi, Grosjean, Magnussen und Latifi gelaufen war. Sie reihten sich in dieser Reihenfolge auf den Plätzen 16 bis 20 ein.

Q2-Aus von Sebastian Vettel

Im zweiten Qualifying-Segment übernahm erst Bottas mit 1:16,466 min die Führung, sein Teamkollege Hamilton geriet in den Verkehr und brach den Versuch ab, weshalb er sich mit mehr als sechs Sekunden Rückstand auf diese Bestmarke weit hinten einreihte. Der Brite legte noch einmal nach und verbesserte sich mit 1:16,824 min auf den zweiten Platz. Wie Bottas war auch er auf der mittelharten Reifenmischung unterwegs.

Die gleiche Reifenwahl trafen die beiden Ferrari-Piloten für ihren ersten Versuch. Leclerc drehte die achtschnellste Runde, während Vettel mit Platz 14 Vorlieb nehmen musste. Trotzdem blieben Beide auf den mittelharten Reifen und während Vettel letztlich nur Platz 15 belegte, schaffte es Leclerc, den achten Platz zu halten. «Die Reifen waren noch nicht im Arbeitsfenster», klagte der vierfache Champion nach dem Aus.

In die Top-10 schaffte es auch Ricciardo, obwohl er zum Ende noch von der Strecke drehte und mit dem Heck voraus leicht in die Bande einschlug. Der Australier konnte aus eigener Kraft an die Box zurückkehren, wo seine Crew sich gleich über den Renault hermachte. Für seinen Teamkollegen Ocon (P11) war das Abschlusstraining genauso vorbei wie für Stroll (P12), Kvyat (P13), Russell (P14) und Vettel, der das Q2-Schlusslicht war.

Im Kampf um die Top-10 setzte sich zunächst Bottas im Mercedes-internen Duell durch, er blieb mit 1:.16,986 min 47 Tausendstel schneller als Hamilton, dahinter belegten nach der ersten Runde Verstappen, Leclerc, Pérez, Sainz, Albon, Norris, Gasly und Ricciardo die restlichen Positionen, wobei weder Gasly noch Ricciardo eine gezeitete Runde gedreht hatten. Gasly holte das zum Schluss nach, blieb aber nach dem ersten Versuch auf dem neunten Platz.

Verbessern konnte sich hingegen Hamilton, der mit 1:16,934 min auf Pole-Kurs war – bis Bottas mit 1:16,754 min nachlegte. Doch der WM-Leader hatte noch eine Runde und nutzte seine Chance, um sich mit 1:16,652 min den ersten Startplatz für den Portugal-GP zu sichern. Bottas, Verstappen, Leclerc, Pérez, Albon, Sainz, Norris, Gasly und Ricciardo – der sich nach seinem Ausrutscher nicht mehr auf der Piste zeigte – belegten die weiteren Top-10-Ränge.

Qualifying, Portimão

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:16,652 min
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +0,102 sec
3. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,252
4. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +0,438
5. Sergio Pérez (MEX), Racing Point, +0,571
6. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +0,785
7. Carlos Sainz (E), McLaren, +0,868
8. Lando Norris (GB), McLaren, +0,873
9. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1,151
10. Daniel Ricciardo (AUS), Renault keine Zeit
11. Esteban Ocon (F), Renault, +0,962
12. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +0,974
13. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1,076
14. George Russell (GB), Williams, +1,136
15. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1,267
16. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1,549
17. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1,671
18. Romain Grosjean (F), Haas, +1,712
19. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1,856
20. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +2,125

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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